Nedlitz l Da der 1. FC Magdeburg am 8. Spieltag ein Hochsicherheitsspiel gegen Hansa Rostock bestritten hatte, musste die Partie verlegt werden, genauso wie die der FCM-Reserve gegen den SV Eintracht Gommern. Beide Spiele werden nun nachgeholt.

Nach der unnötigen Niederlage beim HSV Medizin erwartet SC-Trainer Dirk Bizuga heute eine Trotzreaktion seiner Mannschaft. Denn beim HSV enttäuschte diese sehr. „Man kann verlieren, aber die Art und Weise geht nicht. Das ganze Auftreten war unerklärbar“, war er immer noch bedient.

So fehlten dem SC, jedenfalls der Mehrzahl der Spieler, alle Tugenden, so auch der Kampfgeist. Dies soll sich heute ändern. „Man kann viel trainieren, aber der Kampf jedes Einzelnen kommt von innen“, weiß Bizuga, der die Niederlage am Donnerstag ausgewertet hatte und nun hofft, dass „jeder in sich geht und mit Selbstreflexion auch Selbstkritik übt“.

Denn heute wartet „ein schweres Spiel bei einem Gegner, der gerade ein Hoch erlebt“. Der SSV Besiegdas hat „mächtig aufgeholt“ und könnte mit einem Sieg bis auf einen Punkt an die Nedlitzer heranrücken.

„Das wollen wir vermeiden. Daher nehme ich die Mannschaft in die Pflicht und erwarte zumindest einen Teilerfolg“, unterstrich der Pretziener, der den Dreier „als Optimalziel“ ansieht.

Von der Besetzung her sieht es gut aus. Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Marcus Rasche und Heiko Juskowiak, die beide erkältet waren. Florian Lehmann fällt nach einem Arbeitsunfall bis zum Jahresende aus, wie auch Nils Ritzmann und Kevin Nitschke.

„Wir haben eine starke Elf und die brauchen wir auch“, so Bizuga, der „auf ein anderes Spiel“ hofft, auch da Besiegdas „eine spielerische Mannschaft ist“. „Wir müssen nun die Kurve kriegen, sonst kann es schnell nach unten gehen. Es gibt noch zwölf Punkte bis zur Winterpause und mit einem Dreier könnten wir uns etwas Luft zu Platz sechs verschaffen“, hofft der 46-Jährige auf einen vollen Erfolg.

Denn die anstehenden Aufgaben werden auf keinen Fall leichter. Es warten daheim Samswegen und dann auswärts Arminia Magdeburg und Eintracht Gommern.

Wenn die Grün-Weißen heute wieder als geschlossene Einheit auftreten, jeder für jeden einsteht und sie zu ihren Tugenden zurückfinden, sollte ein Erfolg auf dem Kunstrasenplatz am Gübser Weg möglich sein. Dass es geht, zeigt die Statistik. Nach der 0:3-Niederlage im Hinspiel folgte ein 1:0-Sieg. Nun muss der SC beweisen, dass er den SSV erneut schlagen kann.

Serie 2018/19: 0:3/1:0; SR: Jens Becker - SV Glück Auf Möhlau.