Zerbst l Beide Mannschaften zündeten vor immerhin 245 Zuschauern kein spielerisches Feuerwerk ab. Das war auch nicht zu erwarten. Es ging um viel, nicht nur um den Finaleinzug, sondern auch um den Einzug in den Landespokal-Wettbewerb.

So erarbeiteten sich beide Mannschaften im ersten Abschnitt wenige echte Torchancen und die gesamte Spielzeit war von etlichen Fouls geprägt. Konnten dennoch Chancen herausgearbeitet werden, wurden diese entweder zu ungenau abgeschlossen oder sie verpufften.

Ein Strafstoß musste in der 36. Minute herhalten und die Zerbster kamen zur 1:0-Führung durch Moritz Specht, der SC-Torwart Marcus Hoffmann keine Abwehrmöglichkeit ließ.

Auf der Gegenseite kämpften die Nedlitzer um den Ausgleich und auch sie wurden in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit belohnt. Ebenfalls nach einem Foulspiel versenkte Paul Gehrmann das Leder in den Torwinkel zum 1:1. Für TSV-Schlussmann Ricardo Werner gab es bei diesem etwas abgefälschten Schuss nichts zu halten (45.+2).

In Abschnitt zwei wurde das Spielniveau etwas besser, dennoch prägten weiterhin viele Fouls die Partie.

Knackpunkt: Gelb-Rot

Knackpunkt für die Gäste war die 58. Minute, wo der gelb-vorbelastete Hannes Mielchen nach erneutem Foulspiel die gelb-rote Karte sah und vom Feld musste.

Nedlitz kämpfte sich in Unterzahl verbissen weiter bis in die Verlängerung. Nach acht Minuten traf dann Pascal Lude zum 2:1 (98.) und zur Vorentscheidung. Erneut Moritz Specht machte in der 105. Minute dann mit dem 3:1 alles klar.

Die Zerbster stehen im Finale und im Landespokal-Wettbewerb. Am Sonntag wartet dann auf dem Sportplatz in Kochstedt Kreisoberligist FSG ESV Lok/Blau-Weiß Dessau, der Liga-Konkurrent FSG Grün-Weiß/Chemie Rodleben bereits am Freitagabend klar 4:1 (3:0) besiegt hatte. Bericht folgt.