Zerbst l Beide Mannschaften gingen mit einigen personellen Problemen in das Spiel. So fehlte beim HSV mit Jonas Hohmann, Lucas Ille und Max Lemke doch Einiges an Torgefahr und Durchschlagskraft aus dem Rückraum.

Dies zeigte sich dann auch in den ersten zehn Minuten. Die Zerbster hatten erhebliche Schwierigkeiten, Tore zu erzielen (2:4, 10.). Auch Goalgetter Sebastian Daudert fand nur schleppend ins Match, das Wurfpech mit zahlreichen Holztreffern sollte ihm an diesem Tag treu bleiben.

Es dauerte ein wenig, aber dann waren endlich auch Felix Gerke und David Maerten erfolgreich. Dabei profitierte der HSV jetzt auch von einigen Zeitstrafen gegen die Gäste. Paul Kretschmer brachte die Zerbster beim 8:7 (18.) zum ersten Mal in Führung.

In der Folge erhöhten die Zerbster die Führung auf zwei Tore (12:10, 22.). Aber die Landsberger ließen sich nicht abschütteln, glichen nicht nur aus, sondern bestraften die Fehler der Zerbster jetzt eiskalt (15:17, 30.), wobei auch HSV-Torhüter Franz Lorenz vor allem bei den Würfen von den Außenpositionen nicht immer glücklich agierte.

Umstrittene rote Karte

Auch im letzten Angriff vor der Pause verlor der HSV den Ball und die Gäste konterten zum 15:18. Den Abwehrversuch von David Maerten werteten die Schiedsrichter als Foul und zeigten die rote Karte. Anschließend natürlich große Diskussionen, die Meinungen reichten von „Er hat ihn doch kaum berührt“ bis zu „da sollte man einfach wegbleiben“. So oder so, der HSV ging mit Frust und einem Rückstand in die Kabine.

Auch nach der Pause wurde das Spiel des HSV nicht besser. Zu schnell und zu einfach kamen die Gäste zu Toren und das Angriffsspiel der Zerbster blieb fehlerhaft. Das Match schien dem HSV zu entgleiten und ein mittlerweile deutlicher Rückstand (17:23, 35.) ließ wenig Raum für Hoffnung auf Besserung.

Aber es waren immerhin noch über 20 Minuten zu spielen und die Zerbster wollten sich nicht kampflos geschlagen geben. Vor allem Daudert war der Frust über seine hohe Fehlwurfquote deutlich anzumerken. Er kämpfte jetzt um jeden Nachwurf, um jeden Ball, um jedes Tor und riss die Mannschaft mit. So blieben die Zerbster zumindest in Schlagdistanz (23:27, 45.).

In den letzten 15 Minuten stand der HSV in der Defensive deutlich offensiver. Dies behagte den Gästen überhaupt nicht. Nach 53 Minuten gingen die Zerbster endlich wieder in Führung (28:27), aber Landsberg schlug zurück (28:29, 55.).

Es entwickelte sich eine hochdramatische Schlussphase. Fabian Schwenger traf per Siebenmeter zum 30:29 (59.). Dann verhinderte der jetzt bärenstarke Lorenz mit einem parierten Strafwurf den Ausgleich. Den Rest der Zeit spielte der HSV irgendwie runter und gewann dieses spannende Match.

HSV Zerbst: Lorenz, Ostermann – Gerke (2), Schwenger (4), Daudert (12), David Maerten (4), Kieler (2), Tobias Maerten (2), Hübner, Kretschmer (4).