Leitzkau l Im drittletzten Spiel der Saison in der 2. Bundesliga Nord/Ost verpassten es die Männer des TuS Leitzkau gegen das gut aufspielende Gästeteam des ESV Lok Elsterwerda, Zählbares im „Wolfsbau“ zu behalten. Nach einem nach Duellsiegen ausgeglichenen Spiel unterlagen die „Wölfe“ mit 3:5 (3350:3409).

TuS steht aufgrund der Bundesligareform bereits als einer der Absteiger fest, möchte sich aber dennoch mit guten Leistungen in die Landesebene verabschieden. Dies gelang in diesem Spiel auch über weite Phasen, allerdings kosteten einige schwächere Bahnen letztlich die nötigen Zähler.

Leitzkaus Startspieler Pat-rick Germer (2:2, 573:580) sah nach drei Bahnen bereits wie der sichere Sieger aus, als sein Gegenspieler Uwe Scheibe mit der „Bahn des Tages“ von 170 Kegeln doch noch an ihm vorbeizog. Zeitgleich dachte man zunächst, dass René Haberland (3:1, 545:530) erneut seine überragende Form der letzten Wochen ausspielen würde. Ein sehr schwacher dritter Satz verhinderte aber das Topresultat. Trotzdem blieb der Mannschaftspunkt bei TuS, so dass es ausgeglichen in den Mittelblock überging.

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Hier kämpfte auch Daniil Aspavat (2:2, 554:552) mit einem Auf und Ab der Gefühle und der Leistung, blieb am Ende aber knapp siegreich. Anders erging es Michael Dreßler (0:4, 559:600), der den ersten Satz gegen den Tagesbesten Benjamin Kube deutlich mit 139:165 abgeben musste, danach jeweils knapp verlor, letztlich jedoch chancenlos blieb.

Obwohl TuS nach Kegeln nun etwas ins Hintertreffen geraten war, blieb die Partie bei einem 2:2-Zwischenstand weiterhin offen. Allerdings hatte auch Sebastian Lorf (1:3, 541:587) mit stark wechselnden Bahnen zu kämpfen, so dass ihm gegen den guten Justin Lorenz nur ein Satzgewinn gelang. René Geißler (3:1, 578:560) konnte zur selben Zeit trotz des Leitzkauer Topwerts gegen Martin Exner nur wenige Kegel herausholen. Somit blieb den „Wölfen“ wieder einmal nur, den Gästen zu ihrer guten Leistung zu gratulieren.

Zukunft offen

Ob und wie es weitergeht, darüber machen sich natürlich auch die Leitzkauer Kegler ihre Gedanken: „Das hängt von den behördlichen Anweisungen ab und davon, was der DKBC entscheidet“, erklärte Neumann. Gestern gab es eine Telefonkonferenz bezüglich der Fortsetzung oder des Abbruchs der Saison. „Der Landesverband und die Kreise warten erst einmal die Verlautbarungen des DKBC ab, bevor sie über die möglichen Lösungen entscheiden“, so Neumann, der „persönlich die komplette Saison abbrechen und annullieren würde“. „Wenn der DKBC anders entscheidet, werden wir Funktionäre natürlich alles dafür tun, die Saison möglichst fair für alle Beteiligten zu Ende zu bringen“, versprach er.

Derzeit kann auch bei den Leitzkauern die Kugel nicht mehr rollen. „Die Aussetzung der Saison scheint im Moment die einzige Möglichkeit zu sein. Deshalb hat der Kreiskeglerbund Anhalt-Bitterfeld auch die Kreiseinzelmeisterschaften vorerst verschoben, die am 28./29. März angesetzt waren“, sagte Andy Neumann, Sportwart des Kreiskeglerbundes Anhalt-Bitterfeld und Spieler in Leitzkau.

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