Zerbst (mhe/sza) l Zum Auftakt ins neue Jahr reist der Aufsteiger aus Friedrichshafen erstmals zum Ligaprimus. Zudem wird dem SKV im Vorfeld des Bundesligaspiels eine besondere Ehre zu Teil. Im Beisein des Landesvorsitzenden Kegeln Wolfram Beck und der Vize-Präsidentin des DKB und des Landessportbundes Danny Rosengard-Beck erhalten die Rot-Weißen durch Maren Sieb, Geschäftsführerin von Lotto Sachsen-Anhalt, die Urkunde zur „Leuchtturm-Förderung“ der Lotto-Toto GmbH.

„Für uns ist das eine tolle Auszeichnung und Anerkennung für die sportlichen und gesellschaftlichen Erfolge auch über unsere regionalen Grenzen hinaus – und das immer als Randsportart“, zeigte sich SKV-Präsident Lothar Müller sichtlich gerührt.

Nach der Ehrung müssen sich seine Spieler nach der verdienten Weihnachtspause auf den Alltag in der Liga konzentrieren und dürfen dabei den spielstarken Aufsteiger vom Bodensee auf keinen Fall unterschätzen. Mit einem gesicherten Mittelfeldplatz und zehn Punkten haben die Gäste ein kleines Polster vor den Abstiegsrängen und können beim Favoriten unbeschwert auftreten.

Dazu kommt die gute Besetzung des Kaders. Angeführt vom jüngsten und besten Spieler Lukas Funk, als amtierender U18-Weltpokalsieger, sowie den Routiniers Michael Reiter und Darko Lotina, der 2009 mit Serbien Weltmeister wurde, verfügt Friedrichshafen über eine stark besetzte Mannschaft.

„Als Aufsteiger spielen die Sportfreunde eine gute Saison und konnten auch überraschende Ergebnisse erzielen. Deswegen sind wir gewarnt und müssen selbst zunächst unsere Leistung abrufen, vor allem nach der Pause“, blickt SKV-Kapitän Timo Hoffmann voraus.

Dabei geht es darum, die sehr gute Ausgangslage mit 20 Punkten und fünf Punkten Vorsprung auf den härtesten Konkurrenten aus Staffelstein zu halten. Denn bereits eine Woche später könnte es zur Vorentscheidung in der Meisterschaft kommen, wenn beide Teams in Staffelstein zum Spitzenspiel direkt aufeinander treffen.

„Klar geht der Blick auch schon voraus. Wir müssen aber in jedem Spiel unsere Hausaufgaben machen. Wenn wir von Beginn an da sind, sind wir immer der Favorit“, zeigt sich Hoffmann zuversichtlich.

Die Staffelsteiner müssen parallel eine vermeintlich deutlich schwerere Aufgabe bewältigen. Im Oberfranken-Derby müssen sie nach Bamberg. In den weiteren Partien trifft Lorsch auf Schwabsberg, Raindorf auf Amberg und Hirschau auf Breitengüßbach.