Zerbst l  Im fränkischen Breitengüßbach trifft die Truppe von Kapitän Timo Hoffmann auf den „Angstgegner“ der vergangenen Jahre. „In Breitengüßbach haben wir uns oft sehr schwer getan. Trotz der ergiebigen Bahn konnten wir uns teilweise nur schwer mit den Gegebenheiten anfreunden“, blickt Hoffmann auf die letzten Duelle zurück. Im Vorjahr gelang zwar ein klarer Sieg, aber in den Spielzeiten davor setzte es auch schmerzliche Niederlagen.

„Wir müssen den Kampf und die Besonderheiten der Bahn annehmen und uns auf uns fokussieren. Mit der individuellen Stärke sind wir Favorit, müssen aber auf höchstem Niveau von Beginn an dabei sein“, fordert der SKV-Teamchef.

Zum Vorteil für die Rot-Weißen wird dabei sicherlich, dass neben Florian Fritzmann in der vergangenen Spielzeit nun mit Christian Wilke ein weiterer ehemaliger Akteur der Gastgeber in Reihen der Zerbster aufläuft. Beide kennen die Bahnverhältnisse und sollen somit ihre Erfahrung auf die Bahnen bringen.

Doch auch die Hausherren haben sich im Sommer namhaft verstärkt und wollen damit in der Bundesliga um die vorderen Plätze mitspielen. Julian Hess ist neben dem DCU-Spieler und ehemaligen Nationalspieler Rene Zesewitz ein namhafter und routinierter Neuzugang.

In der Tabelle rangieren die Breitengüßbacher zwar nur auf dem achten Rang, aber besonders zu Hause konnten die Franken überzeugen und wollen somit den Deutschen Meister solange wie möglich ärgern.

Für die Zerbster geht es darum, die Tabellenführung gegenüber Staffelstein zu verteidigen. Beide sind aktuell punktgleich. Bei einem Sieg könnte es eher darauf ankommen, wer weniger Mannschaftspunkte abgibt. Staffelstein hat dabei beim ambitionierten Aufsteiger aus dem thüringischen Wernburg ebenfalls keine einfache Aufgabe.

Nachdem am vergangenen Spieltag zu Hause gegen Friedrichshafen Florian Fritzmann pausierte, dürfte der ehemalige Güßbacher diesmal wieder in der Startformation des SKV stehen. „Insgesamt sind wir alle auf einem guten Weg. Genau da wollen wir hin, dass alle acht Spieler jederzeit auf die Bahn gehen und wir immer das gleiche Niveau abrufen können“, ergänzt Hoffmann mit Blick auf die guten Möglichkeiten bei der taktischen Aufstellung.

In den weiteren Partien trifft Kaiserslautern auf Friedrichshafen. Amberg empfängt die Kleeblätter aus Berlin und Schwabsberg trifft auf Aufsteiger Hallbergmoos. Ein weiteres Spitzenduell kann zwischen Bamberg und Raindorf erwartet werden.