Trstena/Zerbst l  Nach dem 8:0-Kantersieg daheim gegen die Slowaken vom SKK Trstena Starek konnten sie auch im 800 km entfernten Trstena überzeugen und siegten 6:2 (3786:3664). „Das Ergebnis war okay, wobei die Bahnen sicher noch mehr hergegeben hätten. Wichtig war, dass wir am Anfang schnell für klare Verhältnisse sorgen konnten“, war Teammanager Martin Herold froh über das Weiterkommen.

Denn die Zerbster, die bereits am Freitag losfahren mussten, hatten eine anstrengende Reise hinter sich, zumal sich unterwegs in der Tatra der Winter schon von seiner ungemütlichen Seite zeigte.

Aufgrund der Freitagsanreise kam hinzu, dass die Zerbster personell variieren mussten. So erhielt Robert Herold aus der zweiten Mannschaft eine Einsatzchance. „Die hatte er sich aufgrund seiner guten Ergebnisse in der Zweiten auch verdient“, freute sich auch sein Bruder Martin.

Die Zerbster starteten vor dem frenetischen Heimpublikum scheinbar unbeeindruckt. Manuel Weiß (634) und Jürgen Pointinger (640) machten bereits im Startpaar alles klar. Denn zum Weiterkommen in die nächste Runde reichten bereits ein Mannschaftspunkt (MP) oder sechs Satzpunkte (SP).

Weiß hatte mit Mikolaj Konopka (596) keine Pro-bleme und besiegte ihn mit 3:1 SP. Noch souveräner spielte Pointinger, der den Ex-Zerbster Ivan Cech (604) mit vier starken Sätzen (153, 154, 170, 163) und 640 Kegeln in die Schranken wies. Es standen 2:0 MP und ein Vorsprung von 74 Kegeln an der Anzeige.

Zerbst hätte locker aufspielen können, doch es zeichnet dieses Spitzenteam aus, dass alle Spieler sich ins Zeug werfen, um Topresultate zu erspielen. So auch Thomas Schneider, der Martin Kozak (607) mit 3:1 SP bezwingen konnte und dabei den Tagesbestwert mit starken 660 Kegeln markierte.

Parallel lieferte sich Daniel Aubelj mit Michal Szulc eine kämpferische Partie, wobei der Zerbster knapp nach 2:2 SP und 619:638 Kegeln unterlegen war.

Vor dem Schlusspaar stand es 3:1 für die Gäste. Das Kegelplus betrug 108. Auch die letzten beiden Paarungen boten sehenswerten Kegelsport. Robert Herold hatte gegen Martin Starek die besseren Würfe parat und besiegte ihn 3:1 (586:564).

Das Duell zwischen Igor Kovacic und dem besten Heimspieler, Lukas Juris, war ebenfalls sehr eng und auf einem sehr hohen Niveau. Am Ende konnte Juris nach 2:2 SP mit 655:647 Kegeln noch auf das 2:6-Gesamtresultat verkürzen.

„Es war eine super Stimmung in der voll besetzten Halle und die Slowaken waren sehr nette Gastgeber“, lobte Martin Herold.

Erreichen von Viertelfinale

Er und seine Rot-Weißen sind froh über das Erreichen des Viertelfinales, was ihm am 25. Januar 2020 mit dem Bundesligakonurrenten SKK Chambtalkegler Raindorf, die sich gegen Composites Neunkirchen (AUT) nach dem 5:3 im Hinspiel auch dort 5:3 behaupteten, den erhofften Wunschgegner beschert.

In den weiteren Partien reichte Zapresic (CRO) gegen die Ungarn vom Repcelaki SE (HUN) nach dem 8:0 eine 1,5:6,5-Niederlage zum Weiterkommen. KK Neumarkt (ITA) setzte sich gegen KC Schwabsberg (GER) nach dem knappen 5:3 im Hinspiel im Rückspiel klar 7:1 durch.

Szegedi TK (HUN) reichte nach dem 5:3-Sieg ein 4:4 beim KK Beograd (SRB). Auch Podbrezova (SVK) konnte sich nach dem 7:1 gegen Union Orth a. d. Donau (AUT) eine 3:5-Niederlage leisten. Mertojak Split (CRO)überzeugte gegen Partizan Beograd (SRB) mit 7:1 und 8:0 genauso wie Zalaegerszegi TK (HUN), die gegen Cluj (ROU) zweimal mit 7:1 die Oberhand behielten.

 

Alle Ergebnisse (Hinspiel/Rückspiel)

KK Zapresic (CRO) – Repcelaki SE (HUN)2:0/0:2 8:0 (4015:3658)1,5:6,5 (3562:3678)

SKV Rot Weiß Zerbst (GER) – SKK Trstena Starek (SVK)2:0/2:0 8:0 (3900:3668)6:2 (3786:3664)

KK Neumarkt - Imperial Life (ITA) – KC Schwabsberg (GER)2:0/2:0 5:3 (3747:3702)7:1 (3767:3548)

Szegedi TK (HUN) – KK Beograd (SRB)2:0/1:1 5:3 (3644:3511)4:4 (3744:3737)

SK Zeleziarne Podbrezova (SVK) – KSV Union Orth a. d. Donau (AUT)2:0/0:2 7:1 (3793 : 3592)3:5 (3800:3877 )

KK Mertojak Split (CRO) – KK Partizan Beograd (SRB)2:0/2:0 7:1 (3655:3452)8:0 (3812:3562)

SKK Chambtalkegler Raindorf (GER) – SK FWT - Composites Neunkirchen (AUT)2:0/2:0 5:3 (3696:3644)5:3 (3660:3630)

CS CFR Cluj (ROU) – Zalaegerszegi TK (HUN)0:2/0:2 1:7 (3542:3688)1:7 (3480:3672)