Bamberg l Trotz der Niederlage des Gastgebers in der Woche zuvor in Bamberg, mahnte SKV-Teamchef Timo Hoffmann: „Wir wissen, welches Potenzial Staffelstein hat und dass die Trauben sehr hoch hängen. Trotzdem wollen wir versuchen, hier zu gewinnen“, meinte er vor der Partie, die auf der Sechs-Bahnen-Anlage der TSG 05 Bamberg ausgetragen wurde.

Die ersten drei Starter der Zerbster boten hochklassigen Sport und starteten wie die Feuerwehr. Mathias Weber spielte dabei starke 642 Kegel, doch Mathias Dirnberger erwischte einen klasse Tag und bezwang den Zerbster mit 3:1 Satzpunkten (SP) und 655 Kegeln.

Florian Fritzmann spielte wie ein Schweizer Uhrwerk. Mit vier konstanten Bahnen auf hohem Niveau (165, 169, 168, 169) wies er Timo Hehl mit 4:0 SP und fantastischen 671:608 Kegeln in die Schranken.

Ein äußerst spannendes Duell lieferten sich Manuel Weiß und der Ex-Zerbster Uros Stok- las. Weiß startete mit einer sensationellen 190er Bahn, doch der Slowene in Diensten der Staffelsteiner hielt dagegen. Im Endspurt konnte dann der Zerbster mit starken Würfen auftrumpfen und sich nach 2:2 SP mit dem Tagesbestwert von weltklasse 682 Kegeln seinen MP sichern. Stoklas kam auf ebenfalls starke 676 Kegel und war Bester der Gastgeber.

Die Rot-Weißen führten mit 2:1 MP und hatten sich ein Kegelplus von 56 erspielt.

Zweiter Durchgang

Der zweite Durchgang war dann nichts für schwache Nerven. Marcus Gerdau, Torsten Reiser und Boris Benedik trumpften auf und holten gegen Thomas Schneider, Igor Kovacic und Jürgen Pointinger Kegel für Kegel zurück. Kurz vor Ende der zweiten Bahn schrumpfte der Vorsprung auf nur noch vier Kegel.

Timo Hoffmann reagierte und wechselte Daniel Aubelj gegen Tom Schneider ein. Dies fruchtete und das Duo hielt gegen den nächsten Ex-Zerbster Gerdau dagegen, verlor dennoch den MP nach 2:2 SP und 617:643 Kegeln. Im Duell gegen den nächsten ehemaligen Rot-Weißen, Reiser, konnte sich der „Zerbster Serbe“ Kovacic enorm steigern und mit 2;5:1,5 SP und starken 679:618 Kegeln den nächsten MP einfahren.

Da auch Pointinger gegen seinen ehemaligen Teamkameraden Benedik, der im letzten Satz einbrach, nach 2:2 SP (633:597) punkten konnte, fiel der Sieg mit 6:2 MP, einem Plus von 127 Kegeln und neuem Bahnrekord von 3924 Kegeln am Ende deutlich aus.

„Wir konnten euch zumindest eine zeitlang ärgern und euch wenigstens zwei Punkte abnehmen. Doch kaufen können wir uns dafür leider nichts“, war SKC-Kapitän Torsten Reiser etwas enttäuscht, wünschte den Zerbstern „viel Glück“ und ist sich „sicher“, dass sie „zu Null durchmarschieren werden“.

„Ich glaube, wir haben zum richtigen Zeitpunkt gewechselt. Daniel kam herein und hat getroffen, als das Spiel etwas auf Messers Schneide stand. Das zeichnet die Mannschaft aus“, analysierte Timo Hoffmann.

„Der Sieg ist ein Meilenstein für uns. Nun müssen wir schauen, dass wir uns am kommenden Wochenende in der Champions League eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel schaffen. Dann können wir uns wieder auf die Liga konzentrieren, wobei wir heute einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht haben. Das werden wir bis zum Saisonende durchziehen und es kann eine Saison werden, die richtig gut wird“, blickte der Kapitän voraus und wünschte auch den Gästen noch viele Punkte zum Erreichen der internationalen Plätze.