Zerbst l So haben die Rot-Weißen kaum Luft, um richtig durchzuschnaufen und müssen die Konzentration wieder hochhalten, denn sie könnten mit einem Sieg beim TSV Breitengüßbach eine Vorentscheidung um die Deutsche Meisterschaft herbeiführen.

„Wenn wir das Spiel gewinnen, ist es auf jeden Fall ein großer Schritt in die richtige Richtung“, sagte SKV-Kapitän Timo Hoffmann, der „von einer Vorentscheidung nicht sprechen“ und „das Thema gar nicht in den Mund nehmen“ wollte. Der 49-Jährige stellte dennoch fest, dass seine Mannschaft „die Vorrunde dann sehr erfolgreich abgeschlossen hätte.“

Erfolgreicher ginge es auch nicht mehr, denn bei einem Sieg könnte der SKV seine weiße Weste wahren und ohne Verlustpunkt die Hinrunde an der Tabellenspitze beenden.

Doch zuerst muss morgen das Spiel erst einmal gespielt werden. Denn die Breitengüßbacher stehen auch gut da. Bisher haben sie erst zwei Spiele verloren und diese Niederlagen kassierten sie nur in den Auswärtsbegegnungen in Friedrichshafen und im letzten Bundesliga-Spiel vor zwei Wochen beim SKC Victoria Bamberg.

Daheim sind sie, wie die Zerbster, eine Macht und diese weiße Heimweste wollen sie auch nicht beflecken.

Knapp ging es zu

In den Aufeinandertreffen der Vorsaison ging es jeweils knapp zu. Nach der 3:5-Niederlage der Zerbster in Breitengüßbach – dabei spielte Tobias Stark 696 Kegel – konnte sich der Serienmeister daheim mit einem 5:3-Sieg revanchieren. So soll es dieses Mal nicht sein. Es soll gleich ein Erfolg her.

„Sicherlich wird es schon ein schweres Spiel, aber in der Verfassung, in der wir sind, strebe ich schon einen Sieg an“, betonte auch Timo Hoffmann.

Die Gastgeber aus dem oberfränkischen Landkreis Bamberg haben auch einige Spieler in ihren Reihen, die für hohe Resultate gut sind. Mario Nüßlein zum Beispiel steht mit einem Heimschnitt von 676,75 Kegeln in der Bundesliga-Rangliste auf Platz 23 und in der Sonderschnittliste mit einem Gesamtschnitt von 650,63 auf Rang vier. Auch Christian Jelitte, Tobias Stark, Miroslav Jelinek, Robin Parkan oder Zoltan Hergeth sind starke Akteure.

Aber das sind die Zerbster allemal und nach den zuletzt gezeigten Topergebnissen können und werden sie selbstbewusst, aber mit dem nötigen Respekt, ins Oberfränkische reisen.

„Die Breitengüßbacher Spieler liefern daheim ganz andere Zahlen als auswärts. Aber ich denke, wir werden auf der sehr speziellen Heimbahn die richtige Aufstellung und die richtige Taktik finden, so dass wir uns auf jeden Fall etwas ausrechnen können“, ist auch Timo Hoffmann optimistisch, zumal er seinen kompletten Kader zur Verfügung und somit eine komfortable Ausgangslage hat.

Ist dieses letzte Spiel der Hinrunde absolviert, stehen für die Zerbster weitere drei Spiele an. Am 7. Dezember folgt das Champions League-Rückspiel in Trstena. Am 14. Dezember steht bereits das erste Rückrundenspiel in der Bundesliga beim KC Schwabsberg an und am 21. Dezember wartet der VfB Halbergmoos im DKBC-Pokal-Achtelfinale.

Es bleibt spannend und wie bereits erwähnt, so richtig Luft, um durchzuschnaufen, haben die SKV-Kegler vorerst nicht.