Raindorf/Zerbst l Dabei erspielten die Raindorfer ebenfalls starke 3764 Kegel. „Glückwunsch an die Zerbster zu dieser fantastischen Leistung. Auch für uns war es heute ein Klubrekord und dabei noch mit 0:8 zu verlieren, dass muss uns erst mal einer nachmachen“, fasste der Mannschaftsleiter der Raindorfer Elmar Diermeier die Partie nur lapidar zusammen.

Der Einzug ins Viertelfinale für die Rot-Weißen war dabei nach dem Startdurchgang frühzeitig klar, auch wenn die Gastgeber sich gegen die erneute Niederlage im fünften Aufeinandertreffen wehrten.

Sowohl Florian Fritzmann als auch Manuel Weiß liefen zunächst einem Rückstand hinterher. Doch beide drehten ihre Partien und brachten den SKV auf die Siegerstraße. Weiß gewann nach Satzgleichheit und 655:643 Kegeln gegen Christian Schreiner. Fritzmann siegte gegen Ale-xander Raab mit 3:1 Satzpunkten (SP) und ebenfalls sehr guten 657:617 Kegeln.

Mit dem sicheren Halbfinal-Einzug im Rücken blieb der Spielverlauf im Mitteldurchgang unverändert. Mathias Weber knüpfte an seine gute Form an und spielte erneut stark auf. Gegen den überforderten Michael Kotal holte Weber alle vier Sätze bei hochklassigen 669:540 Kegeln. Jürgen Pointinger lag schnell 0:2 zurück. Doch er kämpfte sich kontinuierlich zurück und holte nach Satzgleichheit und 624:615 Kegeln verdient seinen Punkt gegen Milan Svoboda.

Kegelsport auf allerhöchstem Niveau

Was die zahlreichen und frenetischen Zuschauer dann im Schlussdurchgang sahen, war zuerst Kegelsport auf allerhöchstem Niveau. Weiterhin blieb es spannend bis zum letzten Wurf um jeden Satz und das war vielleicht bisher nie da gewesen.

Manuel Lallinger führte gegen Igor Kovacic mit 363:352 Kegeln. Der Zerbster musste bis zu den letzten Kugeln kämpfen. Mit den entscheidenden Neunern kurz vor Schluss drehte er das Match zu seinen Gunsten bei starken 681:670 Kegeln.

Die letzte Partie zwischen Daniel Schmid und dem Zerbster Kapitän Timo Hoffmann stand dem parallelen Duell in nichts nach. Hoffmann führte zwar mit 3:0 nach Sätzen, doch Schmid gab nicht auf und blieb an dem Zerbster dran. Hoffmann kam auf sehr gute 676 Kegel und der Raindorfer Schmid auf 679 Kegel.

„Ich glaube, so ein Match habe ich auch noch nicht erlebt. Das muss ich erstmal verarbeiten. Riesenglückwunsch an meine Mannschaft. Wenn wir diesen Weg weitergehen, können wir eine großartige Saison vollenden“, resümierte Hoffmann sichtlich stolz und bewegt nach der Partie.

Im Halbfinale warten Kroaten aus Split

Im Halbfinale im serbischen Apatin treffen die Zerbster auf Split. Die Kroaten setzten sich überraschend gegen Neumarkt mit Superstar Vilmos Zavarko durch. Das andere Halbfinale bestreiten Titelverteidiger Zapresic und Szeged, die sich erwartungsgemäß in ihren Viertelfinals durchsetzten.

Jetzt bleibt die Frage, wer den SKV in dieser Saison noch stoppen kann? Die Meisterschaft ist praktisch schon sicher. Am kommenden Wochenende kann der Einzug ins nationale Final Four des Pokals vollzogen werden. Auch international zählen die Zerbster derzeit durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit mit Sicherheit zu den Topteams. Es bleibt spannend!