Zerbst l Der deutsche Serienmeister und Gastgeber aus Zerbst will gegen den Überraschungssieger im internationalen Pokalsiegerwettbewerb aus dem Oberpfälzischen Raindorf seine weiße Weste behalten. Doch auch die Chambtalkegler sind in der Bundesliga bisher noch ungeschlagen und reisen mit einem starken Rückenwind durch den NBC-Pokalsieg nach Sachsen-Anhalt.

„Unsere Fans und Zuschauer sehen ein einmaliges Spiel. Wann treffen zwei internationale Meister gleich noch in der Bundesliga aufeinander und dann geht es dabei auch noch um die Tabellenführung“, meint SKV-Präsident Lothar Müller voller Vorfreude.

Die Vorzeichen für ein spannendes Match auf hohem Niveau könnten nicht besser sein. Die Raindorfer sind derzeit mit nur einem Punkt Rückstand den Zerbstern dicht auf den Fersen. Sie reisen mit dem ersten großen Titel und einem Heimsieg gegen Bamberg an. Zudem sind die Gäste für eine lautstarke Kulisse bekannt.

Keine halben Sachen

Doch die Rot-Weißen müssen sich nicht verstecken. Der Sieg am vergangenen Spieltag in Amberg war zwar knapp und schwer erkämpft, aber die Mannen um Kapitän Timo Hoffmann sind nach dem Weltpokalsieg und mit den 4002 Kegeln aus dem letzten Heimspiel ebenfalls mit breiter Brust unterwegs.

„Letzte Woche hat man gemerkt, dass der eine oder andere noch etwas müde im Kopf war. Doch wir wissen, dass wir jetzt wieder voll gefordert sind und gegen Raindorf alles zeigen müssen. Ich erwarte ein spannendes Spiel. Zu Hause müssen wir unserer Favoritenrolle gerecht werden“, fordert Hoffmann.

Sein großes Plus bleibt, dass er derzeit auf seinen gesamten Kader zurück greifen kann. Alle acht Akteure sind fit und jeder kann problemlos eingesetzt werden, ohne einen Qualitätsverlust zu spüren. Deswegen können die Fans am Samstag, ab 13 Uhr, wieder gespannt darauf schauen, wer für den SKV auflaufen wird.

Parallel werden wohl beide Kontrahenten nach Breitengüßbach schielen. Denn dort muss der andere Meisterschaftskonkurrent aus Staffelstein zu einem schweren Auswärtsmatch antreten. Im Kellerduell treffen die noch punktlosen Lorscher und Amberger aufeinander. Zudem spielen in den Derbys Bamberg gegen Hirschau und Schwabsberg gegen Friedrichshafen.