Dobrany l Gegen den WM-Gastgeber Tschechien hieß es am Ende 4:6 (5132:5155). Im offiziellen Herren-Länderspiel traf der WM-Dritte Deutschland auf den Bahnen in Dobrany auf den WM-Gastgeber 2019 Tschechien. Im Jahr 2017 konnten sich die Deutschen im Viertelfinale der Heim-WM in Dettenheim knapp mit 5:3 Mannschaftspunkten (MP)durchsetzen. Am Samstag hieß es 6:4 für die Tschechen.

Gespielt wurde Acht gegen Acht, um dem gesamten Kader eine Einsatzchance und die Möglichkeit zu geben, sich zu präsentieren.

In einer „engen Partie“, wie es Co-Trainer und Teammanager Martin Herold beschrieb, gab es bei den Deutschen „noch Luft nach oben“. „Hinten raus durften wir das Spiel nicht mehr verlieren. Da fehlte im Abräumen etwas die Konzentration“, so Herold.

Das Startpaar mit dem Zerbster Mathias Weber (663) und Dominik Kunze (677, Bamberg) konnte gleich von Beginn an überzeugen. Sie hatten mit Milan Svoboda (619) bzw. Jan Bina (637) keine große Mühe, siegten jeweils nach 3:1 Sätzen und mit starken Ergebnissen.

Einen großen Auftritt legte der Bamberger Christian Wilke hin. Er bezwang den Ex-Zerbster Radek Hejhal (676) mit dem Tagesbestwert und neuer persönlicher Bestleistung von 705 Kegeln und siegte 3:1. Axel Schondelmaier, der ebenfalls viele Jahre für Zerbst spielte, musste sich Rostislav Gorecky 1:3 (598:654) beugen.

Nach der Hälfte führten die Deutschen mit 3:1 MP und 57 Kegeln.

Packendes Duell

Der Zerbster Kapitän Timo Hoffmann lieferte sich mit Filip Dejda ein packendes Duell. Nach 2:2-Gleichstand verlor Hoffmann den MP aufgrund vier weniger erspielter Kegel (664:668). Sein Zerbster Teamkollege Jürgen Pointinger hatte gegen den besten Tschechen Michal Pytlik keine Chance. Nach drei Bahnen hieß es 0:3. Auf der letzten Bahn drehte Pointinger nochmal auf, doch Pytlik hielt mit. So hieß es 176:176 und 3,5:0,5 und 1:0 für Pytlik.

Der Kegelvorsprung der Deutschen war mittlerweile auf 21 geschmolzen.

Manuel Weiß errang gegen Robin Parkan seinen MP, ließ sich aber bei 630:588 Kegeln noch Reserven. Mathias Dirnberger (576) unterlag Jan Endrst (635) 1:3.

Am Ende hatte Tschechien in diesem engen Match nur knapp die Nase vorn. Im Spiel Acht gegen Acht hieß es 6:4. Das offizielle Länderspiel, dass heißt mit sechs Spielern, endete 5:3 (3932:3926) für die Gastgeber.

„Im Großen und Ganzen sind wir mit den Leistungen zu diesem frühen Zeitpunkt zufrieden“, sagte Martin Herold und fügte an: „Ziel ist es nun, noch enger zusammen zu rücken, um eine geschlossene Mannschaftsleistung auf die Bahnen zu bringen.“

Dies konnte die Mannschaft bereits am Sonntag besser umsetzen, als sie im inoffiziellen Spiel nochmals gegen die Tschechen klar 6:2 und mit über 100 Kegeln gewinnen konnten. Da verpasste der Zerbs- ter Manuel Weiß mit 697 Kegeln nur knapp den 700er.

Die nächste Chance, geschlossener zu agieren, erhalten die Deutschen am kommenden Samstag. Da geht es im nächsten Länderspiel gegen den Weltmeister aus Serbien.