Zerbst l Der sechste Spieltag der Saison 2020/21 wird als besonderer in die Kegelgeschichte eingehen. Die Zerbster Spitzenkegler erspielten auf ihrer Heimbahn mit fantastischen 4050 Kegeln gegen den FEB Amberg (3724) einen deutlichen neuen Mannschaftsbahnrekord. Mit dem 7:1 nach Mannschaftspunkten (MP) eroberten die Rot-Weißen sogar die Tabellenführung. Das lag aber an der zweiten Besonderheit des Spieltages. Die Corona-Pandemie sorgte dafür, dass sowohl die Partien zwischen Spitzenreiter Staffelstein und Raindorf als auch die von Hallbergmoss gegen Bamberg und Berlin gegen Schwabsberg ausfielen. Da zudem viele Spiele in den zweiten Liga verschoben wurden, fanden bei den Männern nur zwölf Partien statt. Eine Unterbrechung der laufenden Saison wird damit immer wahrscheinlicher.

Nicht ablenken lassen

Doch die Zerbster wollten sich davon nicht ablenken lassen und zeigten wieder einmal, welches Potenzial in der verjüngten Truppe steckt.

Gleich zu Beginn stellten Manuel Weiß und Christian Wilke die Weichen auf Sieg. Beide erzielten hervorragende Ergebnisse und ließen den Gästen keine Chance. Weiß lieferte sehr gute 272 Abräumer ab und gewann mit 3:1 Satzpunkten (SP) und 684:650 Kegeln gegen Milan Wagner. Wilke blieb nur knapp mit 676:575 Kegeln bei einem glatten 4:0 gegen Matthias Hüttner dahinter.

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Im Mittelpaar blieben die Hausherren weiter auf Kurs. Dominik Kunze lieferte das nächste Spitzenresultat ab, verpasste dabei nur denkbar knapp die 700er Marke. Mit 3:1 SP und 696:604 Kegeln holte er gegen Maximilian Hufnagel seinen MP.

Gleichzeitig kämpfte Daniel Aubelj in seiner ersten Pflichtspielpartie von Beginn an in der laufenden Saison in einem spannenden Match gegen Jan Hautmann. Hier konnte der Amberger mit 2,5:1,5 SP und 632:639 Kegeln den Ehrenpunkt für die Oberpfälzer retten.

Im Schlussdurchgang kam Igor Kovacic etwas schwer in die Gänge. Doch mit 649:631 Kegeln nach Satzgleichheit steuerte er den nächsten MP für den SKV bei.

Highlight des Tages

Doch das Highlight des Tages sollte dann Kapitän Timo Hoffmann selbst herbeiführen. Mit hoher Gassensicherheit und wahren Neunerserien erzielte er den Tagesbestwert von starken 706 Kegeln. Bernd Klein traf ebenfalls gute 632 Kegel, hatte aber beim 0:4 nach Sätzen keine Chance.

„Heute haben wir endlich gezeigt, was wir leisten können, wenn wir unser Potenzial abrufen und von der ersten bis zur letzten Kugel Vollgas geben. Glückwunsch an das gesamte Team für diese tolle Leistung“, resümierte Hoffmann sichtlich zufrieden im Anschluss an das Match.

Doch wie es nun weitergeht, treibt den Zerbster Verantwortlichen auch einige Sorgenfalten auf die Stirn. „Am kommenden Wochenende müssten wir nach Schwabsberg. Bei der Entwicklung der Risikogebiete ist das mehr als fraglich. Dass diese Woche bereits drei Spiele ausfielen, ist kein gutes Zeichen“, ergänzt Teambetreuer Martin Herold.

In den übrigen zwei Spielen gelang Wernburg ein ungefährdeter Heimerfolg gegen Kaiserslautern. Friedrichshafen siegte gegen Breitengüßbach.