Zerbst l Anlässlich des Zerbster Heimat- und Schützenfestes wird das Reit-, Spring- und Fahrturnier unter der Federführung des  Reit- und Fahrvereins „St. Laurentius“ Zerbst (RFV) mittlerweile zum 63. Mal ausgetragen. Erneut hält es etliche Leckerbissen rund um den Pferdesport bereit. Wie in jedem Jahr haben die 107 Mitglieder des RFV und ihre fleißigen Helfer längst alles vorbereitet. Seit Monaten investieren sie viel Zeit und unendlich viel Arbeit. Nun hoffen alle, dass das Turnier gut und ohne große (negative) Vorkommnisse verläuft.

Am kommenden Wochenende stehen an drei Tagen insgesamt 51 hochklassige Prüfungen im Dressurreiten, im Fahren und im Springreiten von der E- bis zur S-Klasse auf vier Turnierplätzen an. Ingesamt wurden 735 Startplätze an 206 Pferdesportler vergeben. Die zehn Turnierrichter sowie das gesamte Personal des RFV und die vielen Helfer werden erneut alle Hände voll zu tun haben.

Heute wird Ausstellung eröffnet

Los geht es bereits heute Nachmittag, ab 15 Uhr, mit der Eröffnung der historischen Ausstellung zum Thema „25 Jahre DDR-Meisterschaften der Vierspänner“ in den Fluren des Zerbster Rathauses. Die DDR-Meisterschaften der Vierspänner, die von 1965 bis 1990 in Zerbst ausgetragen wurden, stehen hier im Mittelpunkt.

Diese Ausstellung wird das Zerbster Turnier begleiten und darüber hinaus zu den Öffnungszeiten des Rathauses bis Anfang September zu sehen sein. Der Zerbster Bürgermeister und Schirmherr des 63. Reit, Spring- und Fahrturnieres, Andreas Dittmann, wird die Eröffnung vornehmen.

Am Freitag um 10.15 Uhr eröffnet Andreas Dittmann das Reit-, Spring- und Fahrturnier, in dessen Rahmen die Landesmeister für Vierspänner Pferde und Ponys 2019 ermittelt werden, auf dem Turnierplatz an den Ziegenbergen offiziell. Dort starten bereits ab 8 Uhr die ersten Prüfungen in der Dressur der Zweispänner Ponys und Großpferde.

Zeitgleich steigen auch die Dressurreiter mit ihren ersten Prüfungen in den Dressurvierecken an der Magdeburger Straße ein. Dabei werden einige Wettbewerbe auch in der Reithalle der Familie Ganzer ausgetragen. Der Samstag endet mit der höchstrangigsten Dressur des Tages, der Dressurprüfung Kl S** Intermediaire I, die um 16.10 Uhr beginnt und zirka 17.45 Uhr beendet sein wird.

Große Geländefahrt am Samstag

Am Samstag ab 8 Uhr wird die große Geländefahrt im Blickpunkt stehen und sicher das Interesse der Zuschauer auf sich ziehen. Vor allem die Wasserdurchfahrt am Boneschen Teich wird wieder ein Spektakel werden. Aber auch die weiteren Hindernisse rund um das Gelände des Gewässers, von der Sandgrube, über die Fischgräte, das Wagenrad bis zu Heinrichs Rondell, werden den 96 Gespannen alles abverlangen. Am Abend, ab 19.30 Uhr, können sich die Fahrer dann beim Fahrerabend mit Spanferkelessen etwas ablenken lassen und stärken für die nächsten Prüfungen am Sonntag. Da stehen mit dem Hindernisfahren die letzten Prüfungen, auch für die Wertung der Landesmeisterschaften, an. Im Anschluss, zirka um 14.30 Uhr, sollen die neuen Meister gekürt werden.

Parallel stehen am Sonntag weitere hochklassige Dressurprüfungen für die Reiter an. Die höchste Prüfung, die Dressurprüfung Kl S*, Prix St. Georges, beginnt um 10.30 Uhr.

Das Beste kommt zum Schluss

Auch für die Freunde des Springreitens hält dieses Turnier hochklassige Wettbewerbe bereit. Diese werden am Samstag ab 8 bis zirka 17.15 Uhr und am Sonntag ab 9.15 Uhr auf dem Turnierplatz vor der Stadthalle im Zerbster Schlossgarten ausgetragen. Am Samstag stehen Springprüfungen von der Kl. A* bis zur Kl. M* mit Siegerrunde an.

Die Springprüfung Kl. M** mit Stechen am Sonntag, ab 13.15 Uhr, um den „Großen Preis der Stadt Zerbst“ bildet traditionell den Abschluss.

Den Tag im Schlossgarten werden die Westernreiter des „Silent Corner“ aus Trüben sowie die vereinseigenen Nachwuchs-Voltigierer des RFV mit Showprogrammen versüßen.

Und das Beste kommt zum Schluss: Ab zirka 14 Uhr steht auf dem Areal im Zerbster Schlossgarten noch ein Kombiniertes Hindernisfahren der jeweils besten vier Zweispänner Kl. M Ponys und Großpferde an. Ein Bonbon, das sich keiner entgehen lassen sollte.