Volksstimme: Herr Heyer, wie fällt Ihr Fazit aus?

Achim Heyer: Bei der Geländeprüfung kippten zwei Kutschen und zwei Beifahrer im H4, Wagenrad, um und im Wasser mussten zwei Beifahrer auch mal mit dem Boneschen Teich Bekanntschaft machen. Sie waren ein bisschen zu rasant reingefahren. Es ist aber nichts weiter passiert.

War das Starterfeld im Gelände geringer als im Vorjahr?

Wir hatten im vergangenen Jahr im Gelände 105 Starter und in diesem Jahr nur 83. Das ist wahrscheinlich dem geschuldet, dass am Wochenende die deutschen Jugendmeisterschaften in Bösdorf-Rätzlingen sind und viele ihre Gespanne für Zerbst schonten. Es waren trotzdem einige hier, um Zerbst nochmal als Trainingsstrecke zu nutzen, um ihre Pferde in Topverfassung zu haben.

Es gab dieses Mal extra Parkflächen?

Man konnte fast bis an den Boneschen Teich ranfahren. Zu Spitzenzeiten haben wir 185 Autos gezählt. Die Flächen hat die Agrargenossenschaft Bornum zur Verfügung gestellt. Sie ist immer sehr hilfreich.

Dafür waren es ja bei der Dressur deutlich mehr?

An der Magdeburger Straße waren es übermäßig volle Starterfelder, was uns sehr freut. Die Dressur ist immer eine lukrative Einnahmequelle zur Finanzierung dieses Turnieres. Hingegen setzen wir beim aufwändigeren Fahren immer etwas zu.

Die Springturniere wurden auch gut angenommen?

Da gibt es immer einige Diskrepanzen zum Boden im Schlossgarten. Aber wir können den Boden nicht auswechseln. Wir tun schon das, was möglich ist, vom Walzen, Umschleppen bis hin zum Absuchen von Ästen, Glas oder anderen Dingen. Es ist Torfboden und wenn mehrere Pferde über ein Hindernis gesprungen sind, wird dieser lose. Und ich übertreibe mal, dann muss der nächste eben fünf Zentimeter höher springen. Das monieren die Teilnehmer. Durch den Stark-regen war das Walzen mit der extra schweren Straßenwalze vorher aber nicht möglich. Die Reiter kommen gern her und jeder möchte mal unter dem Riesenrad reiten. Das ist einzigartig und etwas ganz Besonderes.

Wie viele Helfer waren im Einsatz?

Das waren über 80. Dass wir die Einzeldisziplinen Fahren, Springen und Dressur auf drei verschiedenen Plätzen veranstalten, ist einzigartig. Dazu braucht man auch entsprechendes „Menschen-Material“, von den Helfern über die Versorgung, die Parcourmannschaften, die Rechen- und Meldestellen bis hin zum Tierarzt.