Zerbst/Güterglück l Auf die Frauen des TSV Rot-Weiß Zerbst und auf die Männer der SG 1990 Lindau warteten durchweg schwere Aufgaben. Durch etliche Absagen im Vorfeld und sogar noch einen Tag davor gab es viele Spielausfälle. Warum es diese vielen Absagen gab, sollte vom Verband hinterfragt werden. Denn die ausrichtenden Vereine hatten im Vorfeld viel Zeit und teilweise auch Geld in die Vorbereitung der eigentlich in Turnierform stattfindenden Pokalspiele gesteckt.

Die Männer vom Landesliga-Tabellenführer Lindau I hatten in Güterglück Heimvorteil. Der zweite Lindauer Sechser musste als Außenseiter die weite Reise nach Ballenstedt antreten. Die Frauen des TSV sahen als Tabellenführer der Landesklasse Nord-West durchaus Chancen, die nächste Runde zu erreichen.

Gleich zwei Sechser (SV Pädagogik Schönebeck, FZV Eintracht 91 Güsten) hatten für die Zerbster Spiele abgesagt. So kam es, dass die Zerbster Frauen nur ein Spiel zu bestreiten hatten. Die Spiele gegen Güsten und Schönebeck wurden 3:0 für die Zerbster Frauen und für den USC II aus Magdeburg gewertet.

Die leider sehr wenigen Zuschauer in der großen Sporthalle an der Zerbster Fuhrstraße erwarteten ein Spiel auf Augenhöhe. Sowohl die Zerbster Frauen des TSV als auch die USC-Frauen spielen in dieser Saison in der Landesklasse Nord-West. Die Zerbsterinnen sind sogar ungeschlagener Tabellenführer, mussten aber noch kein Spiel gegen die Magdeburgerinnen absolvieren.

Der USC II stellte für die Frauen um Carolin Kaiser und Jana Ebert somit eine Unbekannte dar. Trotzdem waren die Zerbsterinnen recht optimistisch, die nächste Runde zu erreichen, stehen sie doch mit weißer Punktweste nach recht soliden Auftritten an der Tabellenspitze. Beim TSV fehlte Nicole Barycza (Urlaub). Sonst konnte der TSV personell auf dem Vollen schöpfen.

Doch dieser Tag war nicht der Tag der Zerbsterinnen. Durch schlechte Annahmen und unsichere Zuspiele fand der TSV nie zu seinem Spiel. Die eigenen Angriffe wurden zudem von den jungen Magdeburgerinnen abgeblockt, womit das Angriffsspiel der Rot-Weißen ohne Wirkung blieb. „Hier hat man gesehen, wie wichtig Nicole Barycza für uns ist. Sie hat gefehlt“, meinte noch eine am Sonntag enttäuschte Caroline Kaiser, die leider auch selber keine Akzente setzen konnte.

Gleich im ersten Satz zeigten die Gäste ihr gutes Zusammenspiel. Da sah man schon, dass es für die Zerbsterinnen sehr schwer werden würde, eine Runde weiter zu kommen. Meist über die sehr kleingewachsene Hauptangreiferin des USC wurden reihenweise die Bälle ins Zerbster Feld geschlagen. Der TSV hatte beim 14:25 keine Chance. Im zweiten Satz kam Katja Droht für Jana Ebert. Das Zerbster Spiel hat sich dadurch nicht verbessert.

„Spielerisch hat nichts geklappt. Nicole Barycza hat gefehlt. Daran kann es aber nicht nur gelegen haben“, meinte Landesliga-Spieler René Ernst. In diesem Satz hatte nicht viel bei den Zerbsterinnen geklappt. Viele leichte Netzfehler und einige sehr unkonzentriert geschlagene Aufgaben kamen hinzu. Am Ende ein deutlicher 25:9-Satzsieg für die Landeshauptstädterinnen.

Der dritte Satz war von Seiten der Gastgeberinnen ausgeglichener. Alina Nachsel und Conny Starke wechselten. Dafür kamen Jana Ebert und Sandra Siems. Da Heike Osterwald viel technische Sicherheit und viel Einsatz ins Spiel brachte, sah das Zerbster Spiel besser aus. Am Ende trotzdem ein 21:25 und ein klarer 3:0-Sieg der Magdeburgerinnen.

Beim nächsten Punktspiel in Ballenstedt treffen die TSVFrauen erneut auf den USC II und könnten sich dann revanchieren.

Ein Dankeschön der Zerbster Frauen noch für Philipp Sens, der kurzfristig als Schiedsrichter ausgeholfen hat.