Zerbst l Ein, so könnte man meinen, super Timing durch die beiden Organisatoren Heike Osterwald und Uwe Krüger angesichts der Ereignisse der letzten Stunden und Tage, wenn da nicht ein sich weltweit ausbreitendes Virus seinen Schatten auch über den Volleyball der Region werfen würde.

Spielbetrieb eingestellt

Der Volleyballverband Sachsen-Anhalt hat beschlossen, die aktuelle Spielsaison 2019/20 mit sofortiger Wirkung zu beenden. Eine Situation, die nicht nur im Volleyball bisher einmalig ist.

Bei der Siegerehrung nach dem letzten Spieltag der nun beendeten Serie wurden die Volleyballerinnen und Volleyballer der „Gummibärenbande“ als Titelverteidiger erneut mit dem Meisterpokal ausgezeichnet.

Bilder

Die Zerbster und Güterglücker Volleyballerinnen und Volleyballer gingen erneut leer aus und hatten mit dem Staffelsieg nichts zu tun.

Saison ohne Probleme

„Die Saison“, so Staffelverantwortlicher Uwe Krüger, „konnte ohne große Probleme zu Ende gebracht werden. Dank allen Mannschaften dafür“. Vor Jahren war das nicht immer so, da mussten Spiele mehrmals verschoben und sogar abgesagt werden.

Leider fanden auch in dieser Saison alle Spiele fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, obwohl an manchen Spieltagen ein gutes Spielniveau und viel Spannung zu erleben war. Vielleicht ändert sich das im der kommend Saison, die man „unbedingt wieder durchführen will“ (Krüger).

Einen Start-Sieg-Erfolg feierten die Volleyballerinnen und Volleyballer der „Gummibärenbande“. Der Sechser setzt sich aus Spielerinnen und Spielern aus fünf Ortschaften zusammen. Die SG Kühnau ist nicht mehr Heimatverein der Mannschaft. Der gemischte Sechser spielt jetzt unter dem Dach der SG „Turbine“ Vockerode. Die Sportgemeinschaft ist ein Mehrsparten-Sportverein mit zwei Volleyballgruppen. Nun können sich die Elbe-Volleyballer erstmals den Siegerpokal der „Mix“-Runde in die Vereinsvitrine stellen. Ein toller Erfolg der Spielerinnen und Spieler aus Wörlitz, Oranienburg, Dessau, Zerbst und Vockerode.

Die Staffelsieger aus Vockerode leisteten sich in der gesamten Saison nur fünf Minussätze, überzeugten spielerisch und besonders im Angriff. Mit dem Ex-Rosianer Noel Franke und Hauptangreifer Christian Burger, mit seinem Gardemaß von 2,02 Meter überragte er alle, standen Spieler im Sechser, die schon höherklassig gespielt haben.

Mit Jugendsechser Probleme

Da Yvonne Müller mit ihren Mitspielerinnen ebenfalls eine gute Saison spielte, war der Sechser sehr ausgeglichen besetzt. Erstaunlich, dass der alte und neue Staffelsieger gerade gegen den aufstrebenden Jugendsechser des TSV Probleme hatte und sich in beiden Spielen nur äußerst knapp durchsetzen konnte.

Auf Rang zwei erneut der „HAVOX“-Sechser. Der sich aus Einzelspielrinnen und Einzelspielern zusammengefundene Sechser hatte erfahrene und besonders im Angriff durchschlagskräftige Männer in der Mannschaft (Janisch, Johaè, Ceglarek), die oftmals den Unterschied ausmachten.

Dazu kamen Frauen (Hentschel, Wasserberg), die sehr gut die Zuspiele ans Netz brachten und in der Feldabwehr meist dort standen, wo vom Gegner die Bälle platziert wurden. Jana Wasserberg muss von den Frauen des Sechsers noch besonders herausgehoben werden. Auffällig: Keine Bestbesetzung konnte man gerade in wichtigen Spielen gegen die Mitkonkurrenten um Platz eins aufs Feld schicken.

Der Sechser in der derzeitigen Zusammenstellung wäre ein ganz heißer Tipp für die anstehende Pokalrunde, die nun in diesem Frühjahr auch nicht mehr ausgespielt werden kann. Melden die Dessauer für die neue Saison eine Mannschaft, sind sie ohne Zweifel einer der Favoriten auf den Siegerpokal.