Los Angeles (dpa) - Die lange NBA-Zwangspause durch die Coronavirus-Pandemie ist für ältere Spieler wie LeBron James entgegen der Annahme kein Vorteil, findet der Basketball-Superstar.

"Alle sagen, es sei gut für mich, diese lange Pause. Aber tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Als wir aufgehört haben zu spielen hat mich mein Körper gefragt: Was zur Hölle machst du da?", sagte der Profi der Los Angeles Lakers im Podcast "Road Trippin'". Er sei mitten in der Saison gewesen und habe sich nicht auf die Unterbrechung vorbereiten können.

Mit dem Lockout, als die NBA wegen Tarifverhandlungen nicht lief, sei das nicht zu vergleichen, erklärte James. Darauf habe man sich damals durch die Intensität des Trainings einstellen können.

Von einem direkten Gang in die Playoffs, um Zeit zu sparen, hält James zudem nichts. "Man bräuchte fünf bis zehn Spiele, um wieder zu starten", sagte er. Von null auf 100 nur mit Testspielen sei keine Lösung und schlecht für alle Mannschaften. Vorstellen könnte er sich aber ein verkürztes Format, bei dem vor allem die Teams gegeneinander antreten, die im Bereich der Playoff-Plätze sind.

Wegen der Coronavirus-Pandemie will James in Zukunft auf Abklatschen mit anderen Leuten verzichten. "Nach dem hier werde ich für den Rest meines Lebens niemandem mehr ein High Five geben", sagte James. Wie ernst gemeint der Spruch war, blieb offen, weil James dabei lachte.

Der Profi von den Los Angeles Lakers hatte vor der Pandemie ein Ritual mit jedem seiner Teamkollegen und erinnerte sich daran auch noch nach Jahren. "Wartet mal, wie der Handschlag meiner Teamkollegen und mir aussieht, wenn das hier rum ist", sagte James.

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