Magdeburg. Der Spitzenreiter kommt! Morgen (13.30 Uhr, MDCC-Arena) können die Fußballer des Regionalligisten 1. FC Magdeburg gegen den Chemnitzer FC zeigen, dass sie besser sind als es der momentan enttäuschende 13. Tabellenplatz vermuten lässt.

Und die Gelegenheit, den Liga-Primus zu Fall zu bringen, ist günstig. In der Meisterschaft gab es am vergangenen Wochenende mit dem 0:2 gegen Holstein Kiel die erste Saisonniederlage zu beklagen, und am Mittwoch schieden die "Himmelblauen" mit 1:3 gegen den VfB Stuttgart aus dem DFB-Pokal aus.

So gibt man sich beim FCM auch vorsichtig optimistisch. "Chemnitz ist klarer Favorit, aber wir sind zuversichtlich und wollen ihnen ein Bein stellen", sagte Manager Rüdiger Bartsch. "Uns fehlt sicherlich noch die Stabilität, aber wir haben sehr gut trainiert und können, wenn es optimal läuft, jeden Gegner schlagen", drückte es Trainer Ruud Kaiser aus.

Der Holländer setzt dabei nicht zuletzt auf die beiden jüngsten Niederlagen der Sachsen: "Chemnitz hatte eine gute Serie, aber die ist jetzt gebrochen. Das wollen wir ausnutzen."

Allerdings dürfte Kaiser auch die Worte von Stuttgarts Coach Jens Keller vernommen haben, der nach dem hart umkämpften Pokalerfolg nach Verlängerung am vergangenen Mittwoch betont hatte: "Kompliment an Chemnitz. Ein Team, das zumindest Drittliga-, wenn nicht gar Zweitliga-Niveau besitzt." In der Tat lieferte der Viertligist ein ganz starkes Spiel ab und stand kurz vor einer Riesen-überraschung.

Die 120 Minuten dürften jedoch ziemlich geschlaucht haben, so dass der FCM auf einen Gegner hofft, der sich vielleicht nicht in allerbester körperlicher Verfassung befindet.

Bei den Elbestädtern kehrt Tobias Becker nach seiner Gelb-Rot-Sperre in die Mannschaft zurück und dürfte gegen seinen Ex-Verein natürlich ganz besonders motiviert sein. Voll belastbar ist auch wieder Daniel Bauer, der nach seinem Haarriss am Schienbein überraschend grünes Licht von den Ärzten erhalten hatte. Dennoch hat Kaiser weiterhin zahlreiche Verletzte zu beklagen und setzt deswegen auf viele junge Spieler, die, so der Coach, "aber gezeigt haben, dass sie es können".