Glasgow/Magdeburg l Zweimal hatte Florian Wellbrock den Olympiasieger bereits geschlagen in diesem Jahr, doch am Sonnabend bei der Europameisterschaft in Glasgow drehte Ferry Weertman den Spieß um: Als Schlussschwimmer in der Teamstaffel über 4x1,25 Kilometer sicherte der Niederländer mit einer Armlänge Vorsprung seiner Mannschaft den Sieg.

Im Loch Lomond siegte letztlich die gößere Erfahrung und der stärkere Endspurt. Die Niederlande schlugen nach 52:35,0 Minuten an, Deutschland mit Leonie Beck, Sarah Köhler, Sören Meißner und Wellbrock vom SCM folgte mit 0,6 Sekunden Rückstand. "Ferry lag mir die ganze Zeit auf der Hüfte, und er ist vielleicht 20 Kilogramm schwerer als ich. Er weiß schon genau, was er macht", sagte der 20-jährige Wellbrock, der beim Weltcup in Ungarn und Europacup in Frankreich noch die Nase vor dem Weltmeister hatte.

Für den Schützling von Trainer Bernd Berkhahn war es die dritte Medaille bei der EM nach Gold über 1500 und Bronze über 800 Meter Freistil im Becken. Außerdem hatten Marius Zobel mit Gold in der gemischten 4x200-Meter-Freistilstaffel und Rob Muffels mit Bronze über zehn Kilometer Edelmetall für Magdeburg gesammelt.