Samswegen l Die Gewichtheber-Gemeinde zwischen Kap Arkona und Zugspitze blickt am Sonnabend gespannt nach Obrigheim. In der seit drei Wochen mit rund 1200 Zuschauern bis auf den letzten Platz ausverkauften Neckarhalle steigt um 18 Uhr der Endkampf um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft.

Duell mit Obrigheim

Am Westufer oberhalb des Neckars treffen die Gastgeber als Sieger der Bundesliga-Westgruppe auf den dortigen Zweiten, den AC Mutterstadt, sowie den SSV Samswegen. Das Sextett aus dem Bördekreis hatte in der Ostgruppe der deutschen Eliteliga sämtliche Wettkämpfe für sich entschieden und reist mit einem Saisonbestwert von 872 Punkten in den Südwesten. Für Obrigheim stehen aus der zurückliegenden Saison Bestleistungen von 894 und für Mutterstadt 890 Zähler zu Buche.

Doch für das morgige Finale werden die Karten neu gemischt. Wolfgang Weber bezeichnet das Aufeinandertreffen als „den spannendsten Endkampf des letzten Jahrzehnts“, so dicht gedrängt liegen die Vorrundenergebnisse der drei Finalisten beieinander. Der Sportliche Leiter der Samsweger hat für sein Team „915 bis 920 Punkte“ errechnet, ebenso viele, wie sich die Gastgeber zum Ziel gesetzt haben.

Etwas kleinere Brötchen backt der AC Mutterstadt, für den das bereits der Einzug ins Finale als „Erfüllung des Saisonzieles“ angesehen wird, so dessen Sportlicher Leiter Stefan Mohr, der auf Antonio Pizzolato verzichten muss. Dem Italiener, vor zwei Wochen Europameister geworden, wird vom italienischen Verband die Freigabe verweigert.

Nur ein Startplatz noch offen

Fünf der sechs Startplätze im Samsweger Sextett sind bereits vergeben. Die beiden EM-Starter, der Tscheche Jiri Orsag und der Pole Arkadiusz Michalczewski, Deutschlands Auswahlheber Michael Müller, Robert Joachim und Roberto Gutu sind gesetzt.

Wer das Team beim Endkampf komplettieren wird, will das Samsweger Trainerteam erst unmittelbar vor dem Wettkampf bekanntgeben, das sich zwischen dem aus dem sachsen-anhaltischen Bad Dürrenberg stammenden Björn Hertrampf und dem Frankfurter Mark Eckhardt entscheiden muss.

50 Fans begleiten ihre Heber

Auch Samswegens Coach Stefan Bruse erwartet ein „Wimpernschlagfinale“, denn „alle drei Finalisten können mehr als 900 Punkte erreichen. Da wird die Tagesform entscheiden“.

Bereits am heutigen Freitag tritt die Samsweger Mannschaft die Reise an den Neckar an. Rund 50 Fans wollen ihre Heber begleiten.