Sommerspiele in Tokio

Sarah Köhler: „Sprachlos“ nach Platz sieben

Sarah Köhler aus der Trainingsgruppe des SC Magdeburg hat in ihrem zweiten Finale in Tokio eine Medaille deutlich verpasst: Über 800 Meter Freistil belegte sie den siebten Platz.

Von Daniel Hübner
Sarah Köhler hat ihr zweites Finale auf Rang sieben beendet.
Sarah Köhler hat ihr zweites Finale auf Rang sieben beendet. Foto: dpa

Tokio/Magdeburg - Sarah Köhler hatte von Beginn an keine Chance. Zu schnell war ihr Abstand zu groß. Nach 200 Meter lag sie auf dem letzten Platz. Dann kämpfte sich die 27-Jährige aus der Trainingsgruppe des SC Magdeburg zwischenzeitlich auf Rang sechs vor. Am Ende wurde sie Siebte über 800 Meter Freistil. Und war zunächst gleichermaßen ratlos und enttäuscht.

Ihr Plan ist an diesem Sonnabendmorgen mitteleuropäischer Zeit im Tokyo Aquatics Centre diesmal nicht aufgegangen. Köhler sollte, so hat es sich ihr Trainer Bernd Berkhahn gewünscht, nicht aus der Tiefe kommen, sondern vorne angreifen. Aber sie hing von der ersten Bahn an weit zurück: „Ich muss ehrlich sagen, ich bin gerade sprachlos über die Zeit“, sagte nach dem Rennen in der ARD. 8:24,56 Minuten wurden in das Ergebnisprotokoll eingetragen. Damit blieb sie mehr als acht Sekunden über ihrem deutschen Rekord, damit blieb sie fast sieben Sekunden über ihrem Vorlaufergebnis. „Und das hätte zu Bronze gereicht“, wusste Köhler. „Heute habe ich eine Chance verpasst.“

Genutzt hatte sie Katie Ledecky (USA), die in 8:12,57 Minuten Gold vor Ariarne Titmus (Australien) und Simona Quardarella (Italien) gewann. Köhler hätte sich nun sogleich trösten können, immerhin hatte sie mit Bronze über die 1500 Meter den 13-jährigen Medaillenbann der deutschen Beckenschwimmer bei Olympischen Spielen gebrochen. Aber kurz nach dem Rennen war das kein Thema für sie. Vielmehr sagte sie zum Ergebnis ihres zweiten Endlaufs: „Das ist eine Enttäuschung für mich.“