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HandballSC Magdeburg demontiert Melsungen und verlängert mit Musche bis 2027

Die Grün-Roten sind eiskalt im Abschluss und verteidigen mit 39:24 die Tabellenspitze der Bundesliga. Musche sorgt mit Vertragsverlängerung bis 2027 schon vor dem Anwurf für großen Jubel.

Von René Miller 11.02.2024, 23:52
Neuer Vertrag bis 2027, hoher Sieg gegen Melsungen und vier Tore geworfen – SCM-Linksaußen Matthias Musche hatte einen rundum gelungenen Tag
Neuer Vertrag bis 2027, hoher Sieg gegen Melsungen und vier Tore geworfen – SCM-Linksaußen Matthias Musche hatte einen rundum gelungenen Tag Foto: Eroll Popova

Magdeburg. - Als Matthias Musche in der zehnten Minute für den SCM auf 6:4 erhöhte, war der Jubel besonders groß. Dass der Linksaußen damit den vorentscheidenden 6:0-Lauf im Spiel gegen die MT Melsungen eingeleitet hatte, konnte von den Fans natürlich keiner erahnen. Aber vor dem Anwurf gab der SCM bekannt, dass der gebürtige Magdeburger einen neuen, jetzt bis 2027 laufenden Vertrag unterschrieben hat.

„Der SCM weiß, was er an mir hat. Und umgekehrt ich natürlich auch. Der SCM ist meine Heimat. Es macht mich sehr stolz, dass ich meinen Teil beitragen durfte, dass wir jetzt zu den besten Mannschaften der Welt gehören. Und es ehrt mich, diesen Weg nun noch länger mitgehen zu dürfen“, erklärte der 31-Jährige, der mit den Grün-Roten am Ende einen 39:24 (16:11)-Sieg feiern durfte. Damit verteidigen Musche und Co. die Tabellenspitze in der Bundesliga und bauten ihre Serie der Ungeschlagenheit auf nunmehr 29 Partien aus.

Die Gastgeber hatten in der mit 6.600 Zuschauern ausverkauften Getec-Arena nach acht Minuten auf 5:2 vorgelegt, aber Melsungen war sofort wieder dran, warf dann aber 13 Minuten gar kein Tor mehr. Fünf Minuten vor der Pause hatte der SCM den Vorsprung sogar auf acht Tore (13:5) ausgebaut. Unnötig deshalb, dass es beim Gang in die Pause nur noch ein Fünf-Tore-Polster war.

Der Vorsprung schmolz nach dem Seitenwechsel sogar auf vier Tore (17:13/34.) zusammen. Aber mehr ließ der SCM nicht zu. Tim Hornke traf erst ins leere Tor zum 18:13 und dann per Siebenmeter zum 19:14. Und als Felix Claar in der 43. Minute dann wieder auf ein Plus von acht Toren gestellt hatte (24:16), waren die Weichen endgültig auf SCM-Sieg gestellt. Janus Dadi Smarasson war es vorbehalten, auf 30:20 (49.) zu stellen.

Vier Magdeburger mit fünf Toren

Auch die Fans von Helene Fischer kamen noch auf ihre Kosten, weil nach dem 31:20 (50.) durch Michael Damgaard das obligatorische „Atemlos durch die Nacht“ erklang. Insgesamt sogar fünf Mal, weshalb der Däne zusammen mit Hornke, Claar und Smarason bester Schütze war. Und im Tor überragte Nikola Portner mit 13 Paraden und einer Fangquote von 36,1 Prozent. So wurden die Gäste in den letzten Minuten regelrecht demontiert. MT-Coach Roberto Parrondo verfolgte die eher harmlosen Angriffe seines Teams fast nur noch im Sitzen auf der Bank. Die SCM-Fans begleiteten dagegen die letzten 90 Sekunden ihres Teams mit stehenden Ovationen. Und auch wenn das 40. Tor nicht mehr fallen wollte, war der Jubel riesengroß. „Deutscher Meister wird nur der SCM“, sangen die Fans voller Überzeugung.

Und den Coach machte die erneute megastarke Leistung seiner Mannschaft fast sprachlos. „Wenn Erster und Vierter aufeinandertreffen, ist dieses Ergebnis fast schon beängstigend. Aber wir haben wirklich ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht, uns viele Chancen erarbeitet und gut abgeschlossen. In der Abwehr haben wir auch das Sieben-gegen-Sechs gut gelöst. Ein Riesenkompliment an die Jungs, wie sie derzeit marschieren“, lobte Bennet Wiegert.