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HandballSC Magdeburg feiert Arbeitssieg gegen Gummersbach

Mit einem schwer erkämpften 32:30 (18:16) holt sich der SC Magdeburg die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga zurück.

Von René Miller Aktualisiert: 03.12.2023, 19:32
SCM-Kreisläufer Magnus Saugstrup wirf hier eines seiner insgesamt vier Tore gegen Gummersbachs Torwart Daniel Rebmann.
SCM-Kreisläufer Magnus Saugstrup wirf hier eines seiner insgesamt vier Tore gegen Gummersbachs Torwart Daniel Rebmann. Foto: Eroll Popova

Magdeburg - Nach dem 32:30 (18:16) des SC Magdeburg gegen den VfL Gummersbach war tiefes Durchatmen angesagt. „Gummersbach hat es uns richtig schwer gemacht und gezeigt, was Bundesliga bedeutet. Deshalb sind wir über diesen Sieg sehr glücklich und werden diese zwei Punkte auch erst einmal richtig wertschätzen, bevor wir in die Analyse gehen“, erklärte SCM-Trainer Bennet Wiegert erleichtert nach dem Spiel, in dem Felix Claar mit zehn Treffern und Sergey Hernandez mit starken Paraden in der Schlussphase die Matchwinner waren.

Dass die Gastgeber nach fünf Minuten mit 2:3 zurücklagen, war ein echter Wachmacher. Denn der SCM schlug danach gnadenlos zurück. Nachdem Omar Ingi Magnusson per Siebenmeter zum 5:4 (9.) traf, stellte Magnus Saugstrup mit drei Toren in Folge auf 8:4. Und als Daniel Pettersson zum 9:4 (12.) traf, war erstmals richtig Stimmung in der Halle. „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ , schallte durch die mit 6.600 Zuschauern ausverkaufte Getec-Arena.

Doch die Gäste gaben sich noch lange nicht geschlagen und verkürzten bis zur 16. Minute auf 9:7. Vier Minuten vor der Pause war Gummersbach auf 14:13 dran. Und nach dem Seitenwechsel traf der starke Giorgi Tskhovrebadze mit seinem bis dahin sechsten Tor sogar zum 19:20.

SCM läuft Drei-Tore-Rückstand hinterher

Beim SCM, der auf Albin Lagergren aus gesundheitlich Gründen verzichten und Matthias Musche in der 12. Minute mit einer Verletzung am linken Fuß vom Feld musste, wollte es nicht so richtig laufen. Nur 59 Prozent Wurfquote und 29 Prozent Fangquote standen zu diesem Zeitpunkt in der Statistik und waren die Gründe für den Rückstand, der in der 40. Minute sogar auf drei Tore (20:23) angewachsen war. Und dabei mussten die Gäste schon nach wenigen Minuten auf Spielmacher Dominik Mappes wegen Verdachts auf Gehirnerschütterung verzichten.

Mit einer Auszeit und ordentlich Wut im Bauch schlugen die Grün-Roten aber zurück und schafften innerhalb einer Minute den Ausgleich zum 23:23. Wiegert: „Wie wir da auf den Rückstand reagiert und uns das Momentum zurückgeholt haben, war ganz stark und wichtig.“ Jetzt waren auch die Fans wieder da und sangen ihr Team stark. Felix Claar heizte mit dem 24:23 in der 43. Minute die Stimmung noch weiter an. Selbst den beim Stand von 25:24 dritten verworfene Siebenmeter von Magnusson steckte der SCM weg.

SCM-Torwart Hernandez überragt in der Schlussphase

Mit einem 26:26 ging es in die letzten zehn Minuten – in denen Sergey Hernandez zum grün-roten Helden wurde. Der Spanier legte eine Parade nach der anderen hin, während Claar zum 29:27 (54.) traf. Dann kam Tim Hornke für den Siebenmeter extra von der Bank und legte das vorentscheidende 30:27 (56.) nach. Und als Hernandez sich eine Minute vor Schluss auch noch den Wurf von Julian Köster fischte, konnten die Fans endgültig „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ anstimmen.