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  7. SC Magdeburg: SCM-Trainer Wiegert hätte Champions-League-Sieg aus Respekt abgegeben

Spielunterbrechung Wegen Todesfall beim Champions League Finale: Wiegert hätte Spielabbruch akzeptiert

Das Finale der Handball-Champions League am Sonntag in Köln wurde von einem tragischen Unglück überschattet. Die Partie zwischen Magdeburg und Kielce wurde wegen eines Todesfals unterbrochen. SCM-Trainer Wiegert hätte auch einen Abbruch verstanden.

Von dpa Aktualisiert: 19.06.2023, 08:34
Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert hätte nach dem Tod eines Journalisten auch einen Abbruch des Finals der Handball Champions League akzeptiert. 
Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert hätte nach dem Tod eines Journalisten auch einen Abbruch des Finals der Handball Champions League akzeptiert.  Marius Becker/dpa

Köln - Trainer Bennet Wiegert hätte wegen des medizinischen Notfalls mit Todesfolge beim Finale der Handball-Champions-League zwischen dem SC Magdeburg und Industria Kielce einen Spielabbruch in Kauf genommen.

Er sei während der 13-minütigen Unterbrechung der Partie zu seinem Trainerkollegen Talant Dujshebaev gegangen und ihm angeboten: „Lass‘ uns das Spiel beenden. Wir nehmen das Ergebnis und ihr seid Champions-League-Sieger, denn es gibt wichtigere Dinge im Leben“, berichtete Wiegert.

Journalist stirbt bei Champions-League-Finale: Handball-Partie unterbrochen

Ein polnischer Journalist war 12:20 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit auf der Tribüne plötzlich zusammengebrochen und nach Angaben der Turnierorganisatoren später im Krankenhaus gestorben. Über die genaue Todesursache wurden zunächst keine Angaben gemacht.

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„Man hat wieder gesehen, wie nahe Glück und Trauer beieinanderliegen. Es tut mir unheimlich leid, das ist einfach scheiße“, sagte Wiegert über den tragischen Vorfall.

Zum Zeitpunkt der Unterbrechung lag Magdeburg mit 20:22 im Rückstand, gewann das Finale nach der Fortsetzung aber noch mit 30:29 nach Verlängerung und holte zum zweiten Mal nach 2002 die Königsklassen-Trophäe.