Handball / SC Magdeburg

SCM siegt mit Damgaard-Rekord

Die Handballer des SC Magdeburg gewinnen mit 25:21 (9:8) beim Bergischen HC. Michael Damgaard sorgte dabei mit 14 Treffern für einen neuen Torrekord.

Von René Miller
Michael Damgaard war mit 14 Toren der überragende Mann beim Sieg des SCM gegen den Bergischen HC.
Michael Damgaard war mit 14 Toren der überragende Mann beim Sieg des SCM gegen den Bergischen HC. Foto: imago images

Düsseldorf/Magdeburg. Als die SCM-Spieler am Vormittag im ISS Dome von Düsseldorf anschwitzten, haben sie sich auch den letzten Frust aus den Trikots und Trainingsjacken geschüttelt. Denn am Abend gab es ein starkes 25:21 (9:8) beim Bergischen HC. Zwei Tage nach der blamablen Niederlage gegen Balingen (26:28) haben die Grün-Roten damit die erhoffte Antwort gegeben und sich auch beim BHC für die Heimniederlage am ersten Spieltag revanchiert.

BHC galt als Wundertüte

Ähnlich wie vor zwei Wochen vor dem Spiel in Erlangen (28:30) galt für den SCM auch der BHC aufgrund einer Quarantäne eher als eine Wundertüte. Das Team von Trainer Sebastian Hinze war nach der verordneten Pause erst am Donnerstag in den Punktspielbetrieb zurückgekehrt. Das allerdings mit einem echten Ausrufezeichen. Der BHC gewann deutlich mit 32:22 in Essen.

Nur zwei SCM-Tore in der ersten Viertelstunde

Und auch gegen den SCM war bei den Gastgebern von einer Pause zunächst nichts zu spüren. Weil die Magdeburger im Angriff eher an das Spiel gegen Balingen anknüpften und sogar freie Würfe vergaben, stand nach einer Viertelstunde ein 5:2 für den BHC an der Anzeigetafel. Nur zwei Tore in den ersten 15 Minuten ist natürlich alles andere als grün-roter Handball-Stil. Folgerichtig nahm Trainer Bennet Wiegert die erste Auszeit. „Wir haben keinen Zug zum Tor und brauchen mehr Tiefe“, gab der Coach seiner Mannschaft für die weitere Spielzeit mit auf den Weg.     

Erste SCM-Führung kurz vor der Pause

Damgaard scheiterte danach zwar zunächst, sorgte dann aber mit drei Toren in Folge, dass die Gäste nach 20 Minuten nur noch mit 5:6 hinten lagen. Mit seinem vierten Tor gleich Damgaard drei Minuten später zum 7:7 aus. Und Omar Ingi Magnusson legte mit dem zweiten verwandelten Siebenmeter das 8:7 für den SCM nach. So gingen die Magdeburger knapp vier Minuten vor der Pause erstmals in Führung und gaben die auch nicht mehr ab.

SCM zog nach der Pause davon

Mit seinem ersten Wurf nach dem Seitenwechsel erhöhte Damgaard auf 10:8. Und anders als in der ersten Halbzeit fielen jetzt fast in jedem Angriff auch Tore, so dass es nach 32 Minuten 11:10 für den SCM stand. Nicht mehr zu stoppen war weiterhin Damgaard, der beim 13:11 (36.) für den SCM schon sein achtes Tor gelang. Weil nun auch Jannick Green im SCM-Tor eine Parade nach der anderen hinlegte, zogen die Magdeburger sogar auf 16:11 (29.) davon. „Sie treffen derzeit alles aus neun Metern. Geht da konsequenter vor. Vor allem gegen Damgaard“, sprach BHC-Coach Hinze seiner Mannschaft in einer Auszeit ins Gewissen.

Doch Damgaard und der SCM ließen sich nicht mehr stoppen. Selbst drei Tore in Folge ds BHC zum 17:15 störte die Magdeburger nicht. Nach einer guten Viertelstunde der zweiten Halbzeit hatte der SCM beim 18:15 dann schon so viele Tore erzielt, wie vor der Pause zusammen. Und nach zwei Fehlwürfen ging auch die Tore-Show von Damgaard weiter.

SCM-Torwart Green mit wichtigen Paraden

Ganz wichtig in dieser Phase aber die Parade von Green, der beim Stand von 19:17 (49.) beim Gegenstoß den Wurf von Jeffrey Boomhouwer wegfischte und neue Spannung verhinderte. Beim 20:17 parierte Green zehn Minuten vor Schluss gegen Arnor Gunnarsson auch noch einen Siebenmeter. Das wusste Magnusson mit seinem siebten Tor im siebten Versuch zu nutzen und erhöhte auf 21:17 (51.).

Damgaard am Ende mit 14 Toren

Gut sechs Minuten vor dem Ende leitete Green mit einer weiteren Parade, insgesamt waren es zwölf, das 23:18 durch Damgaard ein. Und weil Damgaard danach auch noch zum 24:19 traf, kehrt der Däne mit einem neuen Rekord nach Magdeburg zurück. Damgaard hatte damit nämlich 14 Tore auf seinem Konto – so oft traf er in einem Bundesliga-Spiel noch nie. Viel wichtiger aber, dass der SCM nach zwei Niederlagen in Folge wieder jubeln durfte und mit einem Erfolgserlebnis ins Derby gegen den SC DHfK Leipzig am nächsten Sonntag gehen kann.

„Wir haben schlecht begonnen und hatten die letzten zwei Spiele noch so ein bisschen im Hinterkopf. Aber nach der Pause lief es bei allen viel besser. Ich selbst hatte schon in den letzten Trainingseinheiten ein gute Gefühl und genieße jede Sekunde im Spiel“, erklärte ein hochzufriedeneer Damgaard nach dem Sieg bei Sky.