Handball / SCM

SCM-Torwart Green am Meniskus operiert

Monatelang hat sich Jannick Green mit Schmerzen im rechten Knie herum gequält. Das Leiden hat aber ein Ende. Der SCM-Torwart wurde in Innsbruck am Meniskus operiert.

Von René Miller
SCM-Torwart Jannick Green grüßt nach seiner Knie-OP in Innsbruck aus dem Krankenbett.
SCM-Torwart Jannick Green grüßt nach seiner Knie-OP in Innsbruck aus dem Krankenbett. Foto: Privat

Innsbruck/Magdeburg - Zwei Daumen nach oben und ein zufriedenes Lächeln im Gesicht – so grüßt Jannick Green aus dem Krankenbett in Innsbruck. Dort wurde der Torwart des SC Magdeburg am Sonntagabend am Meniskus des rechten Knies operiert. „Ich fühle mich jetzt irgendwie frei“, sagt Green und blickt ja auch auf eine lange Leidenszeit zurück: „Die Probleme fingen im vergangen Oktober an. Mal war es schwierig, mal war es gut. Deshalb dachte ich immer, das wird schon irgendwie werden.“ Statt mit Dänemark zur WM zu reisen, absolvierte er im Januar ein spezielles Reha-Programm und konnte danach sein Knie auch wieder viel besser belasten. Eine Operation war deshalb vorerst kein Thema.

Zur Saison-Vorbereitung wieder voll dabei

„Hinterher ist es immer leicht zu sagen, man hätte es so oder so machen müssen. Unterm Strich ist aber alles super gelaufen. Ich konnte der Mannschaft beim Gewinn der European Handball League helfen. Jetzt haben wir auch noch Rang drei in der Bundesliga sicher und Tobias Thulin macht seine Sache im Tor hervorragend. Da konnte ich jetzt beruhigt die Operation angehen und habe dadurch auch genug Zeit, um mit der Vorbereitung auf die neue Saison wieder richtig einsteigen zu können“, sagt Green zufrieden.

Wenn alles nach Plan läuft, könnte der Däne sogar bis zu den Olympischen Spielen wieder fit sein. Green: „Diesen Druck muss ich mir aber nicht machen. Denn das haben wir im Nationalteam schon im Mai geklärt. Auf einen Torwart zu warten, der kaum gespielt hat und operiert wurde, ist viel zu riskant. Das wird auch dem Konkurrenzkampf in unserer Nationalmannschaft nicht gerecht. Dafür sind die anderen einfach zu gut.“

Operation bei Promi-Doc Fink in Innsbruck

Operiert wurde Green in Innsbruck vom Spezialisten Professor Dr. Christian Fink. Der hat unter anderem auch die deutschen Fußball-Nationalspieler Leroy Sane und Joshua Kimmich wieder fit gemacht. Auch die alpinen Skistars Felix Neureuther, Lindsey Vonn und Aksel Lund Svindal gehörten zu Finks Patienten.

Und im vergangenen November ließ sich auch SCM-Linksaußen Matthias Musche von Fink an seinem linken Knie operieren. Während bei Musche aber bekanntlich unter anderem sogar das Kreuzband betroffen war, ging es bei Green „nur“ um den Meniskus. „Um mich herum liegen hier ganz andere Fälle. Dagegen ist meine Geschichte wirklich harmlos. Und ich habe auch schon erfahren, dass die Operation gut verlaufen ist. Sie war auch nötig, denn dadurch konnte der Meniskus geglättet werden und sollte keine Probleme mehr bereiten. Genäht werden musste zum Glück nichts“, verrät Green, der nach dem 27:22-Sieg bei den Rhein-Neckar Löwen in Mannheim geblieben war und am Sonntag dann mit dem Zug nach Innsbruck fuhr. Green: „Die Operation wurde auch höchste Zeit, weil man durch die Schonhaltung andere Körperteile mehr belastet. Vor allem im Rücken habe ich das gespürt. Aber jetzt habe ich das alles hinter mir und schaue hoffnungsvoll nach vorn.“

Umfangreiche Reha statt Sommer-Urlaub

Gestern Vormittag konnte Green sogar schon wieder das Krankenbett zeitweise verlassen und die ersten Schritte machen. Green: „Unglaublich, wie weit heutzutage die Medizin schon ist. Ich darf mich zwar mit dem operierten Knie noch nicht drehen, aber laufen ging sogar ohne Krücken schon.“ Am Abend war aber Schrägstellung im Bett mit Blick auf den Fernseher angesagt, um seinen Landsleuten bei der Fußball-EM die Daumen zu drücken.

Am Freitag geht es dann mit dem Zug zurück nach Magdeburg, wo statt Sommer-Urlaub in der spielfreien Zeit ein umfangreiches Reha-Programm auf dem Plan steht. Green: „Da wir schulpflichtige Kinder haben und die Sommer-Ferien in Sachsen-Anhalt erst Mitte Juli beginnen, bleibt für den Familien-Urlaub ohnehin nicht viel Zeit. Die will ich mir aber für umfangreiche Reha-Maßnahmen nehmen. Desto eher kann ich das Knie wieder voll belasten.“