Handball

SCM wird immer bärtiger

Neuzugang Moritz Preuss macht beim SC Magdeburg Matthias Musche Konkurrenz.

Magdeburg l Bei den Handballern des SC Magdeburg geht es jetzt noch haariger zu. Denn mit Moritz Preuss gehört neben Matthias Musche nun ein zweiter Vollbartträger zum Team. „Matze hat mich im Trainingslager auch schon auf sein Zimmer bestellt, um mir seine Produkte zur Bartpflege vorzustellen“, erzählt der Neuzugang aus Gummersbach lachend.

Nachdem er mit seinem alten Verein in den vergangenen zwei Jahren nur gegen den Abstieg spielte und der Traditionsclub letztlich auch in die 2. Liga musste, freut sich Preuss darauf, mit dem SCM künftig mehr Spiele zu gewinnen als zu verlieren. „Wenn ich mir unseren Kader so anschaue, können wir zuversichtlich in die neue Saison gehen. Wichtig wird angesichts der vielen neuen Spieler aber natürlich sein, dass wir uns alle schnell finden. Und ich freue mich auch schon riesig darauf, in die Getec-Arena einzulaufen. Da haben mich die Fans ja im Mai schon als Gummersbacher herzlich empfangen, weil mein Wechsel feststand. Aber mein erstes Spiel für den SCM wird das gewiss noch toppen“, erklärt Preuss. Er gehört ja nun zum selben „Club“ wie Stefan Kretzschmar und Bennet Wiegert: Alle drei spielten für Gummersbach und den SCM. Preuss: „Ja, stimmt. Das war mir bisher überhaupt nicht bewusst.“

Dafür spürt er schon nach wenigen Tagen, wo die Unterschiede zwischen den einst großen Vorzeigeclubs des deutschen Handballs liegen. „Beim SCM wird wirklich alles getan, damit wir Spieler uns hundertprozentig auf den Handball konzentrieren können. Dass wir drei Physiotherapeuten im Trainingslager dabei haben, ist höchst professionell. Und es gibt noch viele andere Kleinigkeiten, wo man das spürt.“

Um sich selbst auch von Beginn an nur auf den Handball konzentrieren zu können, hat der 24-Jährige sogar auf einen längeren Urlaub verzichtet und seine Zelte frühzeitig an der Elbe aufgeschlagen. „Ich bin am 1. Juli umgezogen und dann auch nicht mehr weggefahren, sondern habe die restlichen freien Tage hier verbracht. In Gummersbach war ja alles sehr beschaulich. Jetzt wieder ein bisschen mehr Stadtflair zu haben, tut mir ganz gut.“

Wo er sich auf der Platte künftig im SCM-Trikot bewegen soll, ist bereits klar abgesprochen. „Wenn Zeljko Musa mal eine Pause braucht, dann soll ich ihn am gegnerischen Kreis ersetzen. Wenn man im Handball Erfolg haben will, dann ist eine gewisse Rotation sehr wichtig. Bei den Top-Teams gibt es ja fast schon richtige Schichtwechsel“, sagt Preuss und verweist dabei auf einen weiteren wichtigen Aspekt: „Ich hatte letzte Saison immer viele Einsatzzeiten. Aber wenn man weiß, dass man lange spielen muss, dann teilt man sich natürlich auch die Kraft dementsprechend ein. Aber wenn man regelmäßig wechselt und das auch noch gleichwertig, dann kann man immer Vollgas geben.“

Was dabei am Ende möglich ist, hängt von vielen Kleinigkeiten ab. Preuss: „Wie wir unser Saisonziel genau definieren, werden wir noch besprechen. Aber wir haben die Qualität im Team, jeden schlagen zu können. Und vielleicht geht es an der Tabellenspitze nächste Saison wieder etwas enger zu und man kann auch mit zehn Minuspunkten noch Meister werden. Das würde auch der Liga ganz gut tun.“

Weitere Artikel zum SC Magdeburg lesen Sie hier.