SCM / Handball

Smits fliegt wieder für den SC Magdeburg

Kay Smits wird beim SC Magdeburg offiziell als Neuzugang geführt. Aber eigentlich kehrt der Niederländer nur nach Hause zurück.

Von René Miller
Kay Smits zeigt schon beim Training, dass er das Torewerfen nicht verlernt hat.
Kay Smits zeigt schon beim Training, dass er das Torewerfen nicht verlernt hat. Foto: Eroll Popova

Magdeburg - Viel erklären lassen musste sich Kay Smits beim Trainingsauftakt des SC Magdeburg nicht. Auch eine Vorstellung war nicht nötig. Denn der Niederländer ist auf dem Papier zwar ein Neuzugang – aber eigentlich kehrt er so ein bisschen nach Hause zurück. „Dass ich vor der Corona-Pause schon einige Spiele für den SCM bestritten habe, kommt mir sehr entgegen“, erklärt Smits, der damals vom dänischen Erstligisten Holstebro ausgeliehen wurde.

Sechs Spiele und zwölf Tore für den SCM

Genau genommen sind es sechs Bundesliga-Spiele und zwölf Tore, die der 24-Jährige in der abgebrochenen Saison 2019/20 nach der Verletzung von Albin Lagergren im grün-roten Trikot bestritten und erzielt hat. Spektakulär war gleich sein Debüt am 6. Februar 2020, als er aus dem rechten Rückraum beim 30:30 gegen Hannover sechs Tore warf. Einen Monat später war aufgrund der Corona-Pandemie aber schon wieder alles vorbei.

„Die Zeit hat sich damals viel länger angefühlt. Deshalb haben mir die sechs Spiele und rund sechs Wochen in Magdeburg auch gereicht, um zu wissen, dass ich hier gerne wieder spielen möchte. Denn ich durfte damals ja auch noch eine volle Halle mit tollen Fans erleben“, erinnert sich der Linkshänder mit einem Lächeln im Gesicht.

Kontakt zu Smits blieb trotz Corona bestehen

Auch die SCM-Verantwortlichen waren von seinen Leistungen angetan und blieben mit Smits, der in der vergangenen Saison dann wieder für Holstebro in Dänemark spielte, in Kontakt. Und so wurde bereits im Januar die Rückkehr an die Elbe klargemacht. Bei der Wohnungssuche half ihm übrigens sein Landsmann und frühere Magdeburger Fabian van Olphen. Smits: „Er kennt sich in Magdeburg gut aus und hat mir deshalb einige Tipps gegeben.“

Dass er künftig mit Magnus Saugstrup in einem Team spielen wird, dazu kann Smits den SCM nur beglückwünschen. Smits: „Ich habe in Dänemark ja einige Male gegen ihn gespielt und ihn in der Liga verfolgt. Ihn verpflichtet zu haben, ist richtig gut. Denn was er letzte Saison für Aalborg und Dänemark gespielt hat, war überragend. Ich bin mir sicher, dass wir für die neue Saison eine richtig gute Mannschaft zusammenhaben.“

Zwei Top-Leute im rechten Rückraum

Seinen Partner im rechten Rückraum, Omar Ingi Magnusson, kennt er ja auch schon aus der dänischen Liga ganz gut. Smits: „Ich habe in der vergangenen Saison die Spiele des SCM so gut es ging verfolgt. Dass Omar Ingi gleich in seinem ersten Jahr in der Bundesliga Torschützenkönig wurde, ist ganz stark. Denn ich weiß, wie schwer es in der Bundesliga ist.“

Über den Anteil der Spielminuten macht sich Smits, der in Deutschland auch schon für Wilhelmshaven am Ball war, keine Gedanken. Smits: „Wir werden da schon die richtig Balance finden und uns entsprechend abwechseln. Um im Handball erfolgreich zu sein, braucht man zwei starke Leute auf den einzelnen Positionen. Außerdem haben wir ja auch richtig viele Spiele.“