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Handball-EM Überragender Kristjansson ärgert seine SCM-Kollegen

Das Duell der Isländer gegen Schweden war aus Magdeburger Sicht besonders interessant. Schließlich standen da gleich sechs SCM-Spieler auf der Platte. Am Ende konnte der überragende Gisli Kristjansson mit seinen „Isis“ ein starkes 35:27 feiern.

Von René Miller 26.01.2026, 15:34
In ihren Nationaltrikots schenken sich die SCM-Spieler Felix Claar (Schweden) und der Isländer Gisli Kristjansson (r.) nichts.
In ihren Nationaltrikots schenken sich die SCM-Spieler Felix Claar (Schweden) und der Isländer Gisli Kristjansson (r.) nichts. Foto: IMAGO/Gonzales Photo

Magdeburg/Malmö - Nach der Niederlage gegen Kroatien schlichen die Isländer tief enttäuscht von der Platte. Vor allem Omar Ingi Magnusson wurde als Kapitän in der Heimat auch kräftig kritisiert. Aber so wie die Geysire auf ihrer Insel holten Magnusson und Co. tief Luft und ließen am Sonntagabend gegen Schweden die absolute Power raus. Mit 35:27 fegten die „Isis“ in Malmö die Gastgeber vom Feld und können in den Spielen gegen die Schweiz und Slowenien das Halbfinale aus eigener Kraft schaffen.

Und die beiden Magdeburger hatten großen Anteil daran. Magnusson erzielte vier Tore und bereitete vier Treffer vor. Nicht zu stoppen war Gisli Kristjansson. Der 26-Jährige verbuchte neun Assists und kreierte insgesamt fünfzehn Torchancen für seine Mitspieler. Dabei holte er vier Siebenmeter raus und sorgte mit seiner in Magdeburg gut bekannten „Wühlerei“ bis zum Kreis immer wieder Zwei-Minuten-Strafen für den Gegner raus. „Ein Heimteam zu schlagen und das so unglaublich überzeugend zu tun, wie wir es getan haben, macht den Sieg umso schöner. Wir haben das Tempo hochgehalten, einfache Tore erzielt und diese gut verwertet – wir waren einfach fantastisch“, erklärte Kristjansson im Interview mit „mbl.is“. Und im Gegensatz zu früheren Turnieren sind die Isländer mit ihrem überragenden Werfer Viggo Kristjansson (11 Tore) auch cool geblieben. Dass die 18:12-Führung zur Halbzeit in der 45. Minute auf 23:22 geschrumpft war, brachte Island nicht aus dem Konzept.

Claar und Co. erkennen die Niederlage an

Und die Schweden erkannten die Niederlage auch respektvoll an. „Island war heute besser als wir. Wir konnten sie in der Defensive nicht kontrollieren. Sie kamen durch die Mitte und über die Flügel durch. Und sobald wir in der Defensive kompakt standen, schossen sie durch unsere Abwehr“, erklärte SCM-Spieler Oscar Bergendahl (1 Tor) auf der Webseite des schwedischen Verbandes. Ähnlich sah es Felix Claar, dem bei vier Versuchen nur ein Tor gelang: „Sie waren zwei Klassen besser als wir und wir haben es überhaupt nicht geschafft, sie zu stoppen.“ Albin Lagergren erzielte fünf Tore, Daniel Pettersson war viermal erfolgreich.

Obwohl auch die Kroaten noch gut im Rennen sind, hat Matej Mandic nicht viel Grund zur Freude. Der SCM-Torwart musste in den letzten beiden Spielen von der Tribüne aus zuschauen. Und für die beiden Schweizer Nikola Portner und Manuel Zehnder ist selbst das Spiel um Rang fünf nicht mehr drin, so dass schon am Donnerstag die Heimreise ansteht.