Magdeburg l Europameisterin Gesa Krause vom Verein Silvesterlauf Trier läuft nicht mehr weit und nicht mehr über Hindernisse in dieser Saison, Diskus-Hüne David Wrobel vom SC Magdeburg wirft auch nicht mehr in dieser Saison, er hat sich seinen lädierten Ellenbogen des rechten Wurfarms inzwischen medizinisch richten lassen. Lea-Jasmin Riecke springt indes immer weiter. Wie am vergangenen Freitagabend beim Meeting des SC Charlottenburg. Und immer auf der Suche nach dem perfekten Sprung. In Berlin kamen bei der 20-Jährigen vom Mitteldeutschen Sportclub (MSC) zumindest Anlauf, Absprung und Weite so gut zusammen, dass am Ende des Wettbewerbs eine Bestleistung auf der Anzeigetafel stand: 6,58 Meter. Weshalb ihr Vater und Trainer Hans-Ulrich daraufhin der Volksstimme mitteilte: „Ich komme aus dem Lächeln gar nicht mehr raus.“

Nicht nur der Leistung im Sandbett wegen, sondern auch aufgrund der Zeit über 200 Meter. In 24,26 Sekunden stellte Lea Riecke auch auf der Tartanbahn eine neue Bestleistung auf. „Ich laufe diese Strecke sehr gerne“, sagte sie. „Es ist auch weiterhin vorgesehen, dass ich sie zweimal im Jahr laufen werde, aber sicher nicht regelmäßig, da der Start häufig nicht mit dem Weitsprung zusammenpasst.

Rekord auch über 200 Meter

Also bleibt es für Riecke bei der Meterjagd, die sie im nächsten Jahr zu den Olympischen Spielen nach Tokio führen soll. Zwei Jahre nach ihrem U-20-Weltmeistertitel in Tampere (Finnland) mit 6,51 Metern hat die Magdeburgerin ihren persönlichen Rekord um sieben Zentimeter gesteigert. „Mit der Weite bin ich natürlich zufrieden, es geht aber noch weiter“, ist sich Riecke sicher. „Der Sprung war technisch noch lange nicht perfekt. Ich weiß, woran ich noch arbeiten muss.“ Und sie hofft, dass es in diesem Jahr noch weitergeht. Vielleicht schon am Dienstag, 8. September, beim Anhaltmeeting in Dessau.