Zandvoort l Für Dominique Schaak war vor der Anspannung im nächsten Rennen in der National-Endurance-Series auch ordentlich Entspannung angesagt. Die Rennstrecke in Zandvoort liegt schließlich unmittelbar an der niederländischen Küste. „Ich habe hier noch bisschen Urlaub am Strand gemacht“, verrät der Magdeburger, der die C-Lizenz besitzt und schon sein 2015 Profi-Rennserien bestreitet.

Knappe Führung in der Gesamtwertung

In diesem Jahr ist er mit einem 350 PS starken Seat Leon Cupra in der National-Endurance-Serie am Start. Dort steht am Wochenende auf dem Circuit Zandvoort der fünfte Lauf an. „Ich liege in der Gesamtwertung drei Punkte vor Christian Ladurner und Sebastian Sommer“, erklärt Schaak vor dem vorletzte Lauf in dieser Saison. Das Finale findet vom 18. bis 20. Oktober auf dem Nürburgring statt.

Der Traditionskurs in Zandvoort hat zuletzt eine große Aufwertung erhalten. Im nächsten Jahr gehört die Strecke wieder zum Kalender der Formel  1. „Das ist natürlich ein besonderer Ansporn, sich auf dieser Strecke zu beweisen“, sagt Schaak.

In Zandvoort vier Mal auf dem Podium

Zandvoort war für den 28-Jährigen bisher auch ein gutes Pflaster. „Ich fühle mich hier wohl, und der Kurs zählt auch zu meinen Lieblingsstrecken.“ Von bisher sechs an der niederländischen Küste gefahrenen Rennen konnte Schaak hier schon vier Mal auf dem Podium stehen. Einmal davon sogar als Sieger. „Ich rechne mir gute Chancen auf einen Sieg aus und hoffe, dass ich die Leistungen der Vergangenheit auch dieses Mal zeigen kann.“

Glück auf dem Lausitzring

Mit Blick auf den Titel hat der Magdeburger in Zandvoort sogar einen Matchball und könnte die Serie vorzeitig für sich entscheiden. Die Voraussetzung dafür hat er mit seinem Teamkollegen Heiko Fulsche am letzten Juli-Wochenende auf dem Eurospeedway Lausitzring geschaffen. In einer absoluten Hitzeschlacht konnte das Duo aus dem Team HTF Motorsport nämlich völlig unerwartet seine Tabellenführung ausbauen. Nachdem es im Freien Training lediglich zu Rang neun gereicht hatte, musste sich Schaak nach dem Qualifying mit Startplatz elf für das Rennen begnügen. So ging es eigentlich nur mit dem Ziel „Schadensbegrenzung“ in das dreistündige Rennen. Doch weil die Konkurrenten mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, arbeiteten sich Schaak und Fulsche immer weiter nach vorn. Zwei Runden vor Schluss brach dann sogar die Bremse beim ärgsten Konkurrenten im Kampf um die Meisterschaft, die zu diesem Zeitpunkt das Rennen auch angeführt hatten. Und so landeten Schaak und Fulsche noch auf Rang drei und konnten ihren vierten Podiumserfolg im vierten Rennen der Serie feiern.

„Für das Rennen in den Dünen von Zandvoort sind wir voll motiviert“, sagt Dominique Schaak nun. „Dass wir zu diesem Zeitpunkt der Meisterschaft in unserer Debüt-Saison ganz vorne stehen, hatten wir ja gar nicht auf dem Plan. Nun wollen wir aber unseren Vorsprung und die Führung auch bis zum Schluss verteidigen.“