Sotschi/Magdeburg l Der erste Lauf eine Pracht, der zweite Lauf eine souveräne Leistung: Toni Eggert hat im Doppelsitzer mit Sascha Benecken das "Wunder von Sotschi" geschafft. Auf einer Bahn, in der das Ilsenburger/Suhler Duo nie wirklich zurecht gekommen war, sicherten sich die Rodler am Sonnabend ihren dritten Weltmeistertitel in Folge. Im russischen Sotschi verwiesen Eggert/Benecken mit 1:39,384 Minuten nach zwei Wertungsläufen die Lokalmatadoren Alexander Denisew/Wladislaw Antonow (+0,104 Sekunden) und Tobias Wendl/Tobias Arlt (+0,142) auf die weiteren Plätze. Eggert/Benecken hatten sich bereits 2017 in Innsbruck-Igls (Österreich) und 2019 in Winterberg die Goldmedaille gesichert.

Die Grundlage für den Sieg legte der Thrüngen-Express mit einem grandiosen ersten Lauf, den sie fehlerfrei meisterten und in dem sie sich bereits ein gutes Polster erarbeiteten. "Der Lauf war superschön", urteilte der 31-jährige Eggert im ZDF. Im zweiten Rennen indes "sind wir in der letzten Kurve gedriftet, da hatte ich schon ein bisschen Angst, ob das nicht zu viel Zeit gekostet hat." Aber dann sah er "die Jungs jubeln", jene Jungs aus dem deutschen Team, die Eggert/Benecken bereits gemeinschaftlich im Auslaufbereich gratulierten.