FIFA

Stielike zur WM-Debatte: Kompromiss und alle drei Jahre

Von dpa 07.10.2021, 07:28 • Aktualisiert: 10.10.2021, 13:21
Uli Stielike, ehemaliger Fußballspieler und Trainer, bei der Award-Verleihung 2021 des Deutschen Fußball-Botschafters.
Uli Stielike, ehemaliger Fußballspieler und Trainer, bei der Award-Verleihung 2021 des Deutschen Fußball-Botschafters. Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Berlin - In der hitzigen Diskussion um den WM-Rhythmus hat Uli Stielike einen Kompromissvorschlag für das Fußball-Weltereignis ins Spiel gebracht.

Er glaube nicht, dass die Pläne der FIFA für Weltmeisterschaften im Zwei-Jahres-Rhythmus durchgehen würden, weil demgegenüber die Interessen der Europäischen Fußball-Union mit dem Europapokal stünden. „Aber vielleicht ist es ja wie in der Politik, dass man einen Kompromiss findet und auf alle drei Jahre geht“, sagte der 66 Jahre alte ehemalige Profi und Trainer am Rande einer Preisverleihung in Berlin der Deutschen Presse-Agentur.

„So etwas könnte ich mir vorstellen. Da müsste man natürlich auch die Olympischen Spiele mit ins Boot holen und, und, und“, betonte Stielike: „Aber ich verstehe schon, dass alle vier Jahre ein langer Zeitraum ist.“ Den Zwei-Jahres-Rhythmus, der unter anderem vom DFB klar abgelehnt wird, hält auch Stielike für problematisch.

Er sei ein Befürworter einer Veränderung, aber nicht einer Vergrößerung der WM, stellte Stielike zudem klar. „Ich sehe eher eine Gefahr in der Erweiterung einer WM.“ Die Anzahl der Partien bei einer Endrunde dürfe nicht steigen.

Die Belastung der Spieler sieht er heutzutage in psychischer Hinsicht weitaus höher als zu seinen Zeiten, „unter anderem, weil Millionen Handys auf dich warten“. „Was nicht höher ist, ist die Belastung durch die Reiserei. Wenn ich daran denke, wenn wir mit Real Madrid zum Beispiel in San Sebastian gespielt haben, sind wir Freitagnacht mit dem Zug hingefahren, haben an dem Sonntag gespielt und sind an dem Montag zurückgekommen“, erzählte Stielike. Und an dem Mittwoch hätte dann womöglich ein Europapokalspiel angestanden. „Heute steigen die Clubs in Chartermaschinen und fliegen dorthin.“