Winterspiele Unaufhaltsam in der Loipe: Klaebos nächster Olympia-Rekord
Zum Abschluss seiner überragenden Winterspiele setzt Klaebo die nächste Bestmarke. In der Königsdisziplin des Langlaufs dominiert Norwegen. Nach dem Rennen denkt Klaebo auch an seine Verlobte.

Tesero - Ungläubig schüttelte Johannes Hoesflot Klaebo den Kopf. Der Ausnahme-Skilangläufer riss die Arme nach oben und glitt triumphal über die Ziellinie. Klaebo hat bei den Olympischen Winterspielen in Italien seine sechste Goldmedaille gewonnen und damit den nächsten Rekord aufgestellt. Der Norweger siegte auch über 50 Kilometer in der klassischen Technik. Damit ist er der erste Sportler bei Winterspielen, der bei einer Olympia-Ausgabe sechs Titel gewinnt.
Als das geschafft war, sank der 29-Jährige erschöpft zu Boden und nahm die ersten Glückwünsche liegend entgegen. Minuten später bei der Siegerehrung wirkte Klaebo schon wieder topfit.
Klaebo: „Es ist unglaublich“
„Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden. Es ist unglaublich“, sagte Klaebo. „Als ich die Ziellinie überquerte, haben mich so viele Emotionen überwältigt.“ Er erklärte zudem: „Ich habe eine Familie und Verlobte, die mich sehr unterstützen. Gemeinsam treffen wir die richtigen Entscheidungen. Das Ergebnis davon sind sechs Goldmedaillen.“
Mit nun elf Goldmedaillen führt Klaebo zudem souverän die Rangliste der erfolgreichsten Winterspiele-Athleten vor seinen Landsleuten Marit Björgen (Langlauf), Ole Einar Björndalen (Biathlon) und Björn Dählie (Langlauf) an, die jeweils achtmal Gold gewonnen haben.
Norweger unter sich
Und ein Ende von Klaebos Dominanz ist nicht in Sicht. „Er wird wohl noch einmal Olympische Spiele machen und da kann man sechs Medaillen gewinnen, oder? Die wird er mitnehmen“, sagte der deutsche Teamchef Peter Schlickenrieder. „Sag niemals nie. Aber das ist schon Extraklasse, die er sich da erarbeitet hat.“
Klaebo, der nun bei allen Starts in Tesero gewonnen hat, setzte sich schon früh im Rennen mit Emil Iversen und Martin Löwström Nyenget ab. Die drei Norweger machten die Medaillen unter sich aus. Nyenget holte Silber, Iversen Bronze.
Als bester Deutscher lief Florian Notz auf den zehnten Platz. Der 33-Jährige erreichte 6:29,02 Minuten nach Klaebo das Ziel. „In der letzten Runde habe ich nur noch Sterne gesehen“, sagte Notz angesichts der enormen Anstrengung über mehr als zwei Stunden.