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Biathlon Fourcade stellt klar: Keine Unterstützung für Russen

Die Russen und Belarussen sind seit 2022 aus dem Biathlon-Zirkus verbannt. Biathlon-Ikone Martin Fourcade galt zuletzt als Mediator - dafür gab es Kritik. Diesen Eindruck rückte er nun gerade.

Von dpa Aktualisiert: 09.01.2026, 18:20
Frankreichs Biathlon-Ikone Martin Fourcade. (Archivfoto)
Frankreichs Biathlon-Ikone Martin Fourcade. (Archivfoto) Armando Babani/EPA/dpa

Berlin - Frankreichs Biathlon-Ikone Martin Fourcade hat klargestellt, dass er sich nicht aktiv für eine Rückkehr der suspendierten Russen einsetzt. Er habe nie erklärt, als Mediator zu fungieren. Er habe lediglich angeboten, in seiner Rolle als Mitglied der IOC-Athletenkommission einen Kontakt zu dieser herzustellen und eine Dialogaufnahme zu unterstützen, ließ Fourcade über den Biathlon-Weltverband ausrichten.

Zuvor hatte der Verein Athletes for Ukraine Fourcade mit Blick auf entsprechende Berichte aufgefordert, seine mutmaßliche Unterstützung für die Russen zu überdenken. Bereits eine Teilnahme russischer Sportler als „neutrale Athleten“ unterstütze den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und verstoße somit gegen den Friedensauftrag des IOC, hieß es in einem Schreiben.

Russen seit März 2022 suspendiert

Im November hatte Wiktor Maigurow, der Präsident des Russischen Biathlonverbandes (RBU), gesagt, dass er mit Fourcade in einer Videokonferenz über die Situation der seit drei Jahren ausgeschlossenen Russinnen und Russen gesprochen habe. Dabei sei es auch um einen möglichen Status als neutrale Athleten gegangen. 

„Diese Position wird von der IBU derzeit leider nicht unterstützt. Dennoch hat Martin angeboten, als Vermittler zwischen der Athletenkommission, der IBU und dem Russischen Biathlonverband in seiner Funktion als IOC-Vertreter zu agieren“, hatte Maigurow gesagt. Fourcade ist seit 2022 Athletenvertreter im Internationalen Olympischen Komitee (IOC).

Der Biathlon-Weltverband IBU hatte die Verbände aus Russland und Belarus im März 2022 aufgrund des Angriffskrieges gegen die Ukraine suspendiert und hält weiter an seiner Position fest. Der sechsmalige Olympiasieger Fourcade (37), der früher im Anti-Dopingkampf ein meinungsstarker Gegner der Russen war, hatte sich im Februar 2023 für eine Rückkehr russischer und belarussischer Athleten in den Weltsport ausgesprochen.

„Als Athletenvertreter und Sportler glaube ich, dass wir über ihre Rückkehr nachdenken sollten. Ich wurde ins IOC gewählt, um Athleten zu verteidigen. Sie sind Sportler und sollen auf dieser Grundlage auch verteidigt werden“, hatte Fourcade damals dem norwegischen Sender TV-Sender NRK gesagt.

Spitzensportler unterstützen über Verein die Ukraine

Der Verein Athletes for Ukraine wurde von Spitzensportlern wie Rodel-Olympiasieger Felix Loch, Alpin-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch und Biathlon-Olympiasieger Michael Greis am 6. März 2022 kurz nach Kriegsbeginn gegründet.