Volksstimme-Aktion

„Walking in a winter wonderland“

Trotz Schnee machten sich am Wochenende wieder zahlreiche Sportbegeisterte in die Spur.

Von Von Kevin Sager

Salzlandkreis l „He‘s singing a song as we go along. Walking in a winter wonderland“, heißt es in dem Lied, welches unter anderem von Dean Martin gesungen wurde. Wie viele Menschen aus dem Salzlandkreis still und heimlich das Lied während der Läufe oder Walking-Runden gesummt haben, kann nicht geklärt werden. Der ein oder andere war aber bestimmt dabei. Als am vergangenen Freitag heftiger Schneefall einsetzte, suchten sich die Menschen bereits Alternativen heraus. Abermals wurde der Heimtrainer so richtig zum Glühen gebracht und die Laufbänder strapaziert.

Doch spätestens am Sonnabend zog es die Menschen in die Natur, denn alles war von Schnee bedeckt. Ein wunderschönes Naturbild zeigte sich den Menschen im Salzlandkreis. Die Temperaturen waren dennoch eisig. Doch wie heißt es so schön: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung.“ Also wurde eine Jacke und eine Hose mehr angezogen und dem Lauf oder der Radtour stand nichts mehr im Weg. Da aber die Straßen zum Teil von zu viel Schnee bedeckt waren, mussten Alternativen her. Da können sich zum Beispiel Marina Sroka (TSG Calbe), Jens und Yvonne Hosang oder Andreas und Eileen Rogat glücklich schätzen. Zwischen zahlreichen Kisten und allerhand Gerümpel standen auch die Skier im Keller bereit, um genutzt zu werden.

Somit kamen auch die ersten Kilometer auf den „Holzbrettern“ zustande. Familie Hosang absolvierte eine zehn Kilometer lange Strecke von Ranies zur Elbe, dann zum Pretziener Wehr, um dann wieder den Heimweg einzuschlagen. Weiterhin stehen die Sehenswürdigkeiten also hoch im Kurs.

Wer keine Skier im Keller oder im Schuppen zu stehen hatte, machte sich dennoch auf den Weg, sodass am Wochenende sagenhafte 3431 Kilometer absolviert wurden. Einen Anteil daran hatte zum Beispiel auch der neunjährige Yannick Schnitzendöbel von der Handballabteilung der TSG Calbe sowie sein Kumpel Viggo Kräuter, der zehn Jahre alt ist. Die 4,69 Kilometer lange Route führte die beiden über die historische Kanonenbahnbrücke in Barby über die Elbe hinein in das Naturschutzgebiet Elbaue.

Beim Spaziergang an der Elbe machte auch Ingrid Frank (WSG Schönebeck) eine ganz besondere Entdeckung. Vereinzelt trauten sich die Menschen in die Elbe zum Eisbaden. Doch nicht nur das fließende Gewässer stand ganz oben auf der Wanderroute. Anke Kirch zum Beispiel sah sich die schneebedeckte Landschaft auf dem Weinberg bei Großmühlingen an. Heike, Silke und Jens Thesenvitz machten derweil die winterlichen Wälder um Pretzien unsicher.

Das Fahrrad zählte diesmal nicht zum Fortbewegungsmittel Nummer eins. Doch ganz ohne geht es dann doch nicht. So war auch Hans-Jürgen Wolf am Wochenende im Stadtgebiet Schönebeck mit seinem Drahtesel unterwegs und fuhr an drei Tagen 102,5 Kilometer.

Dass den Menschen die kreativen Ideen nicht ausgehen, bewiesen Marko und Katrin Bittersmann vom TC Blau-Weiß Schönebeck. Bittersmann, der auch in seinem Verein für innovative und witzige Ideen bekannt ist, ließ sich auch für die Volksstimme-Aktion „In 80 Tagen um die Welt“ etwas Besonderes einfallen. „Wir haben mit dem Fahrrad alle elf Ortsausgangsschilder von Schönebeck abgefahren“, erläutert der Nachwuchskoordinator des TC Blau-Weiß. „Ich hoffe, wir haben keines vergessen“, schob Bittersmann lachend nach. Gedauert hat die ausgiebige Tour zwei Stunden und beide absolvierten jeweils eine Strecke von 36,39 Kilometern.