Budapest (dpa) - Enttäuschender Auftakt für die deutschen Fechter bei der WM in Budapest: Von sieben Startern schafften es nur drei in die Hauptrunde der Einzel-Wettkämpfe.

Die Degenfechterinnen Beate Christmann, Ricarda Multerer und Alexandra Ehler sowie Team-Europameister Matyas Szabo mit dem Säbel müssen sich dagegen gezwungenermaßen auf die Mannschafts-Wettbewerbe konzentrieren. Nur die EM-Dritte Alexandra Ndolo, Benedikt Wagner und Björn Hübner-Fehrer zogen in die Runde der besten 64 ein.

"Für Alex freue ich mich sehr, dass sie es direkt geschafft hat", sagte Damendegen-Bundestrainer Dominik Csobo: "Für die anderen drei ist es schade. Es war eine Kombination aus sehr viel Pech und nicht dem besten Fechten. Da bin ich ein bisschen enttäuscht. Wir haben auf mehr gehofft und für mehr gearbeitet."

Für die deutsche Meisterin Christmann, die frühere Vize-Team-Weltmeisterin Multerer und Ehler war in den K.o.-Gefechten am ersten Wettkampftag Schluss. Ehler verlor 12:13 gegen die Belgierin Aube Vandingenen. Multerer hatte gegen die Russin Violetta Chrapina mit 8:15 das Nachsehen, Christmann unterlag Eliana Lugo aus Venezuela mit 12:14.

"Jetzt müssen wir mit der Mannschaft zeigen, dass wir an eine bessere Position gehören", sagte Csobo. Die Hauptrunde im Damendegen startet am Donnerstag, der Team-Wettkampf beginnt am Samstag mit der Vorrunde. An denselben Tagen gehen auch für die Herren die Kämpfe mit dem Säbel weiter - am Samstag etwas überraschend ohne Szabo.

Der 27 Jahre alte Team-Weltmeister von 2014 verlor sein K.o.-Gefecht gegen Ho Tin Low (Hongkong) 10:15. Wagner, der seit dem EM-Sieg im vergangenen Monat in Düsseldorf von Knieproblemen geplagt worden war, hatte bereits sein zwölfter Platz nach der Poolrunde zur Qualifikation gereicht. Hübner-Fehrer gewann sein entscheidendes Duell gegen Karan Singh Singh aus Indien 15:10. Der EM-Dritte Max Hartung war als Weltranglisten-Dritter bereits für die Hauptrunde qualifiziert.

"Die Säbelherren sind schon eine Art Lebensversicherung", hatte Sportdirektor Sven Ressel vor der WM der Deutschen Presse-Agentur gesagt. "Das ist ein tolles Team, das sich in der absoluten Weltspitze befindet. Aber es ist in der Weltspitze sehr eng. Der EM-Titel ist keine Garantie, dass wir durchmarschieren." Insgesamt ist der Deutsche Fechter-Bund mit 24 Athletinnen und Athleten in die ungarische Hauptstadt gereist.

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