Frankfurt/Main (dpa) - Der DOSB hat das langwierige Verfahren im russischen Dopingfall vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS kritisiert.

"Es war zu befürchten und leider auch absehbar, dass sich der komplizierte juristische Prozess länger hinzieht", sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, der Deutschen Presse-Agentur. "Dadurch geraten wir alle wieder in die höchst unbefriedigende Situation, dass nicht rechtzeitig Klarheit geschaffen wird, wer in Tokio an den Start gehen darf. Das ist alles andere als ideal, aber offenbar nicht zu ändern."

Der CAS hatte mitgeteilt, dass die Anhörung im Verfahren zum Olympia-Bann der russischen Mannschaft nicht vor Ende April stattfinden wird. Die Olympischen Spiele sollen am 24. Juli in Tokio eröffnet werden. Die Welt-Anti-Doping-Agentur hatte den russischen Sport wegen der Manipulation von Daten aus dem Moskauer Labor für vier Jahre ausgeschlossen und auch eine Olympia-Sperre verhängt. Die russische Antidoping-Agentur legte dagegen Einspruch beim CAS ein.

"Nach wie vor gilt, dass der russische Sport nicht die notwendige Einsicht zeigt, sondern mangelndes Problembewusstsein an den Tag legt und jede juristische Möglichkeit ausnutzt und auch in den nächsten Monaten ausnutzen wird", kritisierte Hörmann.

Mitteilung der Wada (engl.)

Mitteilung Cas (engl.)