Doha (dpa) - IAAF-Präsident Sebastian Coe könnte im nächsten Jahr Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee werden.

IOC-Präsident Thomas Bach stellte die Aufnahme des Briten nach einer gemeinsamen Sitzung der Führungen von IOC und Leichtathletik-Weltverband am Freitag in Doha in Aussicht. "Ein IOC-Mitglied ist für alle Sportarten verantwortlich. Wir mussten deshalb erst prüfen, ob es einen Interessenkonflikt geben könnte. Eine Lösung wird in Kürze gefunden sein", sagte Bach, die Leichtathletik-WM im Wüstenstaat Katar einige Tage lang verfolgen wird.

Der 62-jährige Coe war 2015 zum Präsident des IAAF gewählt worden und danach nicht nach der bis dato geltenden Gepflogenheit ins IOC aufgenommen worden, weil er Teilhaber einer Sportmarketingfirma war. Außerdem gab es im Zuge des russischen Doping-Skandals atmosphärische Störungen zwischen den Spitzenfunktionären. Das IOC hat die Suspendierung Russlands bereits nach den Winterspielen 2018 in Pyeongchang aufgehoben. Die IAAF hält bis heute an der Sperre des russischen Verbandes RUSAF fest.

Bach gratulierte Coe zur "brillanten Wiederwahl" auf dem IAAF-Kongress. Die IAAF steckte beim Amtsantritt Coes nicht nur wegen der Russland-Causa in der Krise. Kurz nach seiner Wahl war zudem die Korruptionsaffäre um seinen Vorgänger Lamine Diack aufgeflogen. Mit einer umfassenden Reform der IAAF und einer strikten Haltung gegen Russland konnte Coe dem Dachverband wieder Reputation verschaffen. "Nach meiner Erfahrung erfreuen Reformen nicht jeden. Deshalb spricht das Wahlergebnis für sich selbst", sagte Bach.

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