Moskau (dpa) – Kremlchef Wladimir Putin hat die neuen Strafen der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) gegen Russland erneut als "ungerecht" zurückgewiesen.

Das Land werde für ein und denselben Verstoß mehrfach bestraft, kritisierte er bei einer Pressekonferenz in Moskau. "Das ist ungerecht", betonte er. "Jede Bestrafung sollte individuell sein." Die Mehrheit der Sportler in Russland sei sauber, betonte der Präsident. Russland werde deshalb alles dafür tun, damit seine Sportler bei den Olympischen Spielen unter ihrer nationalen Flagge antreten könnten.

Heute will die russische Anti-Doping-Behörde Rusada darüber entscheiden, ob sie Einspruch gegen die Wada-Sanktionen beim Internationalen Sportgericht Cas einlegt. Die russische Politik und Putin hatten dies gefordert. Allerdings hatte Rusada-Chef Juri Ganus die Strafen als gerecht bezeichnet. Ein Einspruch habe keine Erfolgsaussichten, sagte er.

Am 9. Dezember hatte die Wada auf ihrer Exekutivsitzung in Lausanne beschlossen, Russland für vier Jahre von den Olympischen Spielen auszuschließen. Demnach dürfen russische Sportler nur als neutrale Athleten ohne Nationalflagge teilnehmen. Zudem darf Russland bis 2023 weder Gastgeber sein, noch sich für eine Ausrichtung großer Wettkämpfe bewerben.

Wada-Entscheidung