Moskau (dpa) - Trotz der Strafe der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) für Russland will das Land an seinen Vorbereitungen für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio festhalten.

Das bekräftigte der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees in Russland, Stanislaw Posdnjakow, der Agentur Interfax zufolge. Das gelte auch für andere wichtige Wettbewerbe. "Die Situation verlangt von uns, alles zu tun, um die legitimen Rechte unserer "sauberen" Athleten zu gewährleisten", sagte Posdnjakow.

Russlands Sportminister Pawel Kolobkow sieht gute Gründe, gegen die Wada-Entscheidung vorzugehen. "Ich glaube, es gibt allen Grund, die Entscheidung anzufechten. Unsere Experten haben die gleichen Daten wie die Wada." Auf alle Fragen gebe es Antworten, sagte er vor Journalisten. "Ich versichere Ihnen, dass alle Wettbewerbe wie üblich auf höchster Ebene ausgetragen werden."

Das Wada-Exekutivkomitee hatte am Montag die russische Anti-Doping-Agentur Rusada bis 2023 suspendiert. Athleten des Landes dürfen in diesem Zeitraum nicht unter der russischen Fahne, sondern nur als neutrale Sportler starten, wenn sie nicht in den Staatsdoping-Skandal verwickelt gewesen sind. Russland darf während der vier Jahre keine Sportgroßveranstaltungen ausrichten.

Kolobkow zeigte sich überzeugt, dass bereits vereinbarte internationale Wettbewerbe in Russland auch ausgetragen werden könnten. "Wir haben bereits mit dem Verkauf von Tickets für eine Reihe von Wettbewerben begonnen", sagte er, ohne Details zu nennen. Er sei sicher, dass "unsere Partner in internationalen Verbänden unser Recht unterstützen", diese auch abzuhalten.