München (dpa/tmn) - Manche Hunde können es nicht lassen: Sobald sie ihren Menschen sehen, drücken sie die Freude darüber mit einem beherzten Sprung aus. Das kann gerade bei großen Tieren ganz schön schmerzhaft sein.

Noch problematischer ist es, wenn das Tier auch an jedem Fremden hochspringt. Zum Glück ist es relativ einfach, dem Hund diese Marotte abzugewöhnen. Oft reagieren Halter aufs Anspringen, indem sie sich runterbeugen, und ihren Hund streicheln. Keine gute Idee, denn das bedeutet für den Vierbeiner ein Erfolgserlebnis, heißt es in der Zeitschrift "Ein Herz für Tiere" (Ausgabe Januar 2021).

Halter sollten zum Spielverderber werden

Besser ist es, sich abzuwenden oder zur Seite zu gehen, wenn der Hund zum Sprung ansetzt. Auf keinen Fall sollten Halter ihm Beachtung schenken.

Erst nach einer Weile dürfen sich Halter ihm zuwenden, und ihm die ersehnte Streicheleinheit oder Belohnung geben. Diese Strategie müssen Halter so lange fortführen, bis der Hund gelernt hat, dass ihm Anspringen nichts bringt. Dann können Sie ein Ersatzritual einführen: Ein "Sitz" oder "Pfote geben" zum Beispiel.

Ritual bei Fremden einführen

Und wenn der Hund Fremde anspringt? Auch das sollten Halter von Anfang an konsequent unterbinden. Am besten rufen sie ihr Tier beim Anblick eines entgegenkommenden Passanten zu sich, stecken ihm eine Belohnung zu und leinen ihn an. Auch das kann zum Ritual werden und für den Hund bedeuten: "Ein Mensch kommt auf uns zu, ich sause zu meinem Halter und bekomme dafür eine Belohnung."

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