Einstieg ins Berufsleben über ein duales Studium

28.06.2011, 13:28

Seien wir doch mal ehrlich - als Schüler hat man nicht viele Entscheidungen zu treffen, deren Tragweite so groß ist wie die Auswahl des späteren Berufes. Eltern, Lehrer, Geschwister und Freunde versuchen natürlich mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, aber sie können bei der Berufswahl weder die Entscheidung treffen, noch deren Konsequenzen tragen. Der schwere Teil bleibt einem schon selbst überlassen. Nachdem ich im Sommer 2003 mein Abitur in den Händen hielt war auch für mich der Zeitpunkt gekommen, mich für einen Beruf zu entscheiden. Plötzlich stand ich wie viele junge Leute vor der wirklich schwierigen Frage: "Wie soll mein Einstieg in die Arbeitswelt aussehen?". Der Gedanke, dass so ein Arbeitsleben gut und gerne die nächsten 40 Jahre deines Lebens ausmacht, zeigt einem schnell, dass die Entscheidung, welchen Beruf man ergreift, wohl durchdacht sein sollte. Dazu gehört, dass man sich selbst verschiedene Fragen beantworten muss. Soll ich der Heimat den Rücken kehren und ein Studium aufnehmen oder eine Berufsausbildung in der Region beginnen? Für mich begann mit diesen Fragen die große Phase des Suchens und Informierens.

Internet, Berufsberatung, Ratgeber, Familie, Freunde und Bekannte wurden von mir befragt, um herauszufinden, was der Job sein könnte, in dem sich meine persönlichen Interessen mit reizvollen Arbeitsaufgaben und attraktiven Karriereaussichten unter einen Hut bringen ließen. Obwohl ich in der Wirtschaft arbeiten und mit Zahlen umgehen wollte, sollten der Kontakt zu anderen Menschen und interessante Projekte abseits des Schreibtisches nicht zu kurz kommen. Da lag schnell der Entschluss nahe, dass sich mein Arbeitsplatz in einer Bank befinden sollte, weil man in diesem Wirtschaftsbereich eben mehr sein kann als der typische Schreibtisch-Täter. Die Entscheidung war also getroffen und damit die erste Hürde genommen. Blieb nur noch die Wahl zwischen dem direkten Einstieg über eine Ausbildung zur Bankkauffrau oder den "Umweg" über eine Hochschule. Beide Wege haben ihr Für und Wider und deshalb ist die Frage, welche Variante die bessere ist, nur auf den ersten Blick leicht zu beantworten. Die Volksbank Börde-Bernburg eG, ein regional verwurzeltes Finanzinstitut, bot mir schließlich eine sehr attraktive Lösung an, indem sie mir ein sogenanntes Duales Studium vorgeschlagen hat. Auf diesem Weg konnte ich eine Berufsausbildung und ein Studium kombinieren.

Nach zwei Jahren erhielt ich den anerkannten IHK-Abschluss als Bankkauffrau und bereits ein Jahr später einen Hochschulabschluss in Hannover als Bachelor of Arts "Finance and Banking". Die Vorteile waren vielfältig: Ich erlangte zwei anerkannte Berufsabschlüsse innerhalb von 3 Jahren, die Volksbank Börde-Bernburg eG leistete finanzielle Unterstützung während der gesamten Ausbildung und übernahm mich in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Letztendlich sind es aber vor allem die spannende Ausbildung, nette Kollegen und interessante Aufgaben, die mir am besten in Erinnerung geblieben sind. Schließlich kann ich sagen, dass ich meine Entscheidung nicht bereut habe und über mein duales Studium den idealen Einstieg ins Berufsleben gefunden habe.