Modernes Hörgerät als glückliche Lösung

30.01.2012, 04:30

Wohl jeder hat schon die Erfahrung gemacht, dass Vorstellungen und Wünsche zur Bewältigung eines Problems sich nicht immer realisieren lassen. Eine andere Lösung muss her. Und die muss nicht schlechter sein. So erging es auch Wolfgang Felke aus Tangerhütte.

Von Emmi Schulze

38 Jahre hat Wolfgang Felke als Former im Eisenwerk Tangerhütte gearbeitet. Dabei war er ständig einer großen Lärmbelästigung ausgesetzt. Es entwickelte sich eine erhebliche Schwerhörigkeit. Nach seiner Entlassung im Eisenwerk folgte eine Umschulung im Baugewerbe mit anschließender Tätigkeit als Maurer. Auch das war eine Arbeit, bei der er starkem Lärm ausgesetzt war.

Nach einer Untersuchung durch einen HNO-Arzt wurde eine starke Hörschädigung bestätigt. Einige Zeit später stellte er dann bei der Berufsgenossenschaft Holz und Metall den Antrag, die Schwerhörigkeit als Berufskrankheit anerkannt zu bekommen und dadurch eventuell Anspruch auf Entschädigung zu erhalten. Die Geduld von Wolfgang Felke wurde fast zwei Jahre auf eine harte Probe gestellt. Mehrmals wurden weitere Informationen von ihm verlangt, dann endlich auch ein Gutachten angefordert. Als er allein nicht mehr weiterkam, wandte er sich an unsere Redaktion Leseranwalt.

Nachdem wir uns eingeschaltet hatten, bekam Herr Felke zunächst die Nachricht, dass noch festzustellen sei, inwieweit seine Tätigkeit als Maurer Auswirkungen auf die Hörstörung hätte. Danach wäre für die weitere Bearbeitung die Berufsgenossenschaft Bau zuständig. Wieder kurze Zeit später erhielt er dann den "Bescheid über Anerkennung einer Berufskrankheit im Rahmen der vorläufigen Vorsorge". Darin wird bestätigt, dass die Präventionsdienste der Berufsgenossenschaft Holz und Metall sowie Bau festgestellt haben, dass er langjährig lärmgefährdet tätig war. Damit bestehe bei ihm eine Berufskrankheit. Für einen Anspruch auf Rente reiche allerdings der Grad der Erkrankung nicht.

Inzwischen hatte aber die Berufsgenossenschaft Bau in Hannover den Fall übernommen und nun kam es in kurzer Zeit zu einer unkomplizierten Lösung. Wolfgang Felke erhielt moderne hochwertige Hörgeräte und dazu für ein Jahr die notwendigen Batterien. Inzwischen besitzt er sie einige Zeit und kommt damit gut zurecht. Sein eigentliches Anliegen war zwar nicht zu verwirklichen, aber die gefundene Lösung ist keinesfalls schlechter, denn er hat durch moderne Hilfsmittel sein Hörvermögen wiedererlangt und damit mehr Lebensqualität gewonnen. Mit dieser Lösung ist unser Leser sehr glücklich.