Kindergarten

Nadine Günther besteht Abschlussprüfung

Wieder hat eine angehende Erzieherin im Schönhauser Kindergarten ihre Abschlussprüfung mit Bravour bestanden.

Von Anke Schleusner-Reinfeldt 21.09.2017, 01:01

Schönhausen l Nadine Günther hat bewiesen, dass sie Kinder für ein Thema begeistern kann. Dafür gibt es nach dreijähriger Ausbildung am 5. Oktober das Zeugnis und dann startet die 28-Jährige ins Berufsleben.

Jetzt fühlt sie sich nach ein paar Umwegen angekommen, „im Kindergarten zu arbeiten ist das, was ich machen will“. Da sie mit Menschen arbeiten wollte, machte die Tangermünderin nach der Schule eine Ausbildung zur Altenpflegehelferin, dann zur Heilerziehungspflegerin – in dem Beruf arbeitete sie auch zuletzt in Uchtspringe.

Doch mit Söhnchen Niklas, jetzt vier Jahre alt, in Schichten zu arbeiten, war schwierig. Also beginnt die junge Frau 2014 die Ausbildung zur Erzieherin in Stendal. Eines der ersten Praktikas absolviert sie in der Schönhauser Einrichtung, findet schnell einen Draht zu den Igel-Kindern und zu Mentorin Ines Wille.

Sie und die zweite Erzieherin der Gruppe, Anika Dertz, sowie Leiterin Anja Marschall-Skuppin stehen ihr auch im Abschlusspraktikum zur Seite, das sie Mitte Juni antritt. Nadine Günther widmet sich dem Projekt „Vom Korn zum Brot“. Unter anderem besichtigen die Igel die Windmühle in Klietz und auf dem Museumshof bei Läufers in Klietz wecken die vielen alten Gerätschaften das Interesse der Mädchen und Jungen. Und dann werden sie bei der Abschlussprüfung selbst zu kleinen Bäckern: Los geht es mit dem Ausschlagen des Korns aus den Ähren. In Kopfkissenbezüge gesteckt, haben die Kinder Spaß daran, das Korn auszuschlagen. Sie sind auch nicht müde, als es darum geht, in der alten Kaffeemühle das Korn zu mahlen. Mit Feuereifer sind sie dabei! Dann abwiegen; Eier, Mehl und ein Schluck Selters dazu, den Teig ins heiße Waffeleisen und dann schlemmen! „Die Kinder hatten so wie Spaß und waren ganz enthusiastisch“, ist Ines Wille mehr als zufrieden mit dem Ablauf der Prüfung. Überhaupt bescheinigt sie Nadine Günther großes Engagement, „sie denkt an alles, hat gute Ideen und kann die Kinder begeistern. Für unsere Gruppe war die Praktikantin eine große Bereicherung!“ Nadine Günther bedankt sich ganz herzlich bei den beiden Igel-Erzieherinnen und auch bei ihrem Lebensgefährten für die Unterstützung während der Ausbildung.

Zu gern wäre sie im Schönhauser Spatzennest geblieben. Organisatorisch ließ sich das für die jetzt mit ihrem Partner und Kind in Miltern lebende Erzieherin aber nicht einrichten. Mit der bestandenen Prüfung ist ihr eine Vollzeit-Stelle in Stendal sicher.

Bis Ende des Monats arbeitet Nadine Günther noch in Schönhausen. Mit einem Besuch beim Bäcker endet dann auch das Projekt.