Schmankerl in der Bewerbung: Zusatzseite "Warum ich?"

27.02.2012, 15:25

Berlin - Erst das Anschreiben, dann der Lebenslauf und schließlich die Anlagen: So ordnen die meisten Jobsuchenden ihre Bewerbungsunterlagen. Um sich von der Masse der Bewerber abzuheben, kann es eine gute Idee sein, eine "Seite 3" einzufügen.

Um sich von der Masse der Bewerber abzuheben, ist es gut, die eigenen Unterlagen um ein Extra zu ergänzen. So ein Schmankerl könne etwa eine zusätzliche Seite in den Bewerbungsunterlagen mit der Überschrift "Warum ich?" sein, rät der Karriereberater Jürgen Hesse aus Berlin. Der Vorteil dieser Seite sei, dass der Bewerber dem Personaler so ein paar Zusatzinformationen zu seiner Person geben kann, sagt Hesse. Auf der Zusatzseite könnten etwa besondere Auszeichnungen dargestellt werden. So könne ein Maschinenbauer, der gerade ein Patent angemeldet hat, dies auf dieser Seite tun.

Klassischerweise sind Bewerbungsunterlagen in drei große Blöcke unterteilt: das Anschreiben, den Lebenslauf und die Anlagen. Die Seite "Über mich" oder "Seite 3" bringe man entweder als letzte Seite im Lebenslauf unter oder als erste Seite bei den Anlagen.

"So wie Akademiker ihren Lebensläufen eine Publikationsliste anfügen, oder Chirurgen ihren Lebensläufen eine Liste der von ihnen durchgeführten Operationen beilegen, sollten auch andere die Möglichkeit nutzen, auf einer Zusatzseite Hintergrundinformationen über sich anzubieten."

Der Text auf der Zusatzseite sollte allerdings nicht zu lang werden. "Bewerber sollten nicht die ganze Seite vollschreiben", sagt Jürgen Hesse. Er empfiehlt einen Text, der mindestens vier und höchstens neun Zeilen lang ist. Auf der Seite sollten die Hauptargumente stehen, die erklären, warum der Bewerber der Richtige ist.

Ob so eine Zusatzseite in den Bewerbungsunterlagen gut ankommt, hänge entscheidend davon ab, ob der Bewerber den richtigen Ton trifft. "Die Seite wird schnell peinlich, wenn der Bewerber sich selbst zu stark beweihräuchert", sagt Hesse. So sollte man etwa nie schreiben: "Warum ich genau der Richtige bin", so Hesse. Denn das löse beim Personaler sofort Widerstand aus. Viel besser sei es, zu schreiben: "Was mich besonders qualifiziert".