SPD zieht mit Victoria Orioli in den Europawahlkampf

22.11.2013, 16:43
Orioli, Spitzenkandidatin der Sozialdemokraten Sachsen-Anhalts. Foto: Jens Wolf
Orioli, Spitzenkandidatin der Sozialdemokraten Sachsen-Anhalts. Foto: Jens Wolf dpa-Zentralbild

Quedlinburg - Die SPD in Sachsen-Anhalt zieht mit der 33-jährigen Victoria Orioli als Spitzenkandidatin in die Wahl zum Europaparlament. Eine Landesvertreterversammlung der SPD wählte die Wirtschaftsexpertin am Freitagabend in Quedlinburg mit 70 Ja-Stimmen auf Platz eins, wie ein Sprecher mitteilte. Sieben Delegierte stimmten gegen sie, fünf enthielten sich der Stimme. Die Europawahl findet zeitgleich mit den Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt am 25. Mai kommenden Jahres statt.

Derzeit hat die SPD in Sachsen-Anhalt keinen Vertreter im Europaparlament. Orioli werden in der Partei aber durchaus Chancen zugetraut. Wichtig für sie ist nun eine Bundesdelegiertenkonferenz der SPD, in der die bundesweite Reihenfolge der Kandidaten festgelegt wird. Je nach Wahlergebnis werden dann Kandidaten von der Liste ins Parlament einziehen. Die in Merseburg geborene Orioli hat in Leipzig, Paris und Oslo studiert und ist im SPD-Landesvorstand für Wirtschaft zuständig.

Die Landesvertreterversammlung fand formal noch vor Beginn eines zweitägigen Landesparteitages der SPD statt. Dabei will die Partei an diesem Samstag den Vorstand neu wählen. Für den Vorsitz kandidiert erneut Partei- und Fraktionschefin Katrin Budde. Bei den drei Stellvertreterposten zeichnet sich dagegen eine Kampfabstimmung ab.

Inhaltlich will sich die SPD mit einem ganzen Bündel an Themen beschäftigen. Dabei geht es in mehreren Anträgen um Hochschul- und Bildungspolitik. Auch der Sparkurs der Landesregierung könnte eines der größeren Themen des Parteitages werden. Zu den weiteren Themen zählen etwa ein Tempolimit von 130 auf den Autobahnen, ein einheitliches Flaschenpfand von 25 Cent oder auch ein Verbot von Wildtieren im Zirkus.