Qualitätssiegel

Touristinfo erhält I-Tüpfelchen

Der Touristinformation Arneburg ist am Montag,17. Juli, die i-Marke des Tourismusverbandes Sachsen-Anhalt verliehen worden.

Von Karina Hoppe 17.07.2017, 16:44

Arneburg l Die Frau kam wohl im Mai und erkundigte sich irgendwie anders als andere Touristen. „Das merkt man doch ziemlich schnell, wenn man hier täglich arbeitet“, sagt Evelyn Jordan. Sie leitet die Arneburger Touristinformation und strahlte am Montag, 17. Juli, ganz besonders: Denn zum zweiten Mal und also für weitere drei Jahre ist das Tourismusbüro i-zertifiziert. Evelyn Jordan und ihre Kollegin Petra Jamborek müssen sich während der Incognito-Überprüfung also gut geschlagen haben.

Immerhin 15 Mindestkriterien müssen Touristinfos über die gebotene Freundlichkeit des Personals hinaus für das Gütesiegel des Tourismusverbandes erfüllen. Dazu gehören unter anderem Fachwissen des Personals auch über Arneburg hinaus („du musst dich in der Altmark wirklich gut auskennen“), diverses kostenloses Infomaterial, eine öffentliche Toilette, Barrierefreiheit, gute Erreichbarkeit, verlässliche Öffnungszeiten und, und, und... Vor dem Umzug in die ehemalige Sparkassenfiliale, die die Arneburger Touristinfo gerade hinter sich hat, war die Barrierefreiheit nur mit Hilfsmitteln erreichbar – nun ist eine feste Rampe inklusive. „Das haben wir damals schon mit angegeben“, so Jordan.

Mandy Hodum, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Altmark, kam am Montag, 17. Juni, mit einem Blumenstrauß angereist. Bei Kaffee und Kuchen erwähnte sie, dass von den 23 Touristinfos und Tourist-Infostellen (ohne Extra-Personal) der Altmark drei Einrichtungen zertifiziert sind: Neben Arneburg sind dies noch Stendal und Salzwedel. „Die Zertifizierung ist immer auch eine finanzielle Frage der Kommune“, so Mandy Hodum. Personal, Infomaterial und so weiter müssten auch bezahlt werden, weswegen sich nicht jede Kommune das „i“ leisten könne. Dafür, sich um dieses doch zu bemühen, warb beim Treffen auch Bärbel Schön als Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Sachsen-Anhalt. „Das Siegel trägt dazu bei, die Qualität zu erhalten und zu erhöhen.“ Denn auch die Kriterien für die Zertifizierung würden immer wieder überarbeitet, den aktuellen Erfordernissen angepasst.

Würde dann noch Arneburgs touristisches Schilder-Leitsystem dem sachsen-anhalt-weit gültigen angepasst, wäre es ja kaum noch auszuhalten. Die Stadt habe dieses Thema schon lange auf der Agenda, sagte gestern Martina Stockmann, die stellvertretende Bürgermeisterin Arneburgs. Aber auch diese einheitliche Beschilderung sei eine Frage des Geldes. Was noch einmal Mandy Hodum auf den Plan rief: „Die Touristen haben es dann wirklich viel einfacher, sich zurecht zu finden.“ Und wer wolle das nicht.