Arendsee (hz) l Eine neue Bundesstraße 190 als dreispurige Variante, die das Erreichen der Autobahn 14 zum Beispiel aus der Region Salzwedel am Luftkurort Arendsee vorbei beschleunigt: Um dieses Projekt ist es ruhig geworden. Der altmärkische CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhard Gnodtke nutzte den A 14-Baubeginn für den Abschnitt Seehausen Nord-Wittenberge, um den Bundesverkehrsminister darauf anzusprechen. Andreas Scheuer (CSU) soll dabei helfen, die Planung für die B190 n, die als Zubringer dienen soll, anzuschieben. Dieses Projekt hat im Bundesverkehrswegeplan allerdings keinen vordringlichen Bedarf. Allein das Planen könnte sich bis 2030 hinziehen. Für Eckhard Gnodtke gibt es keinen Grund mehr, damit zu warten und das Vorhaben somit weiter zu verzögern. Er will sich auch über eine mögliche Fortführung der B190 n über Seehausen hinaus einsetzen und hat andere Bundestagsmitglieder (Verkehrsausschuss) um Unterstützung gebeten.

Im Bereich Arendsee sorgte ein möglicher Streckenverlauf der neuen Bundesstraße vor etlichen Jahren für reichlich Diskussionen. So erzürnte unter anderem ein Detail im Abschnitt zwischen dem Abzweig nach Genzien und Leppin die Kommunalpolitiker. In dem Waldstück zwischen den beiden Orten sollte eine Wildbrücke enststehen. Für die nötigen Pfeiler hätte ein Teil des vorhandenen Radweges weichen müssen. Für den Bogen, der nötig wäre, um die beiden Radwege dann wieder zu verbinden, sei die Kommune verantwortlich, hieß es damals.